Klötze l Die Stadt Klötze lässt im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner nichts unversucht. Wenn das Jahr 2020 in wenigen Wochen vorüber ist, wird es gleich zwei Maßnahmen (mechanische Bekämpfung) gegeben haben, jeweils die gesamte Einheitsgemeinde betreffend. Die erste lief ab August, erinnert Gordon Strathausen, Sachgebietsleiter im Klötzer Rathaus, auf Anfrage der Volksstimme. Damals wurden die Nester in den Gemarkungen Altferchau, Jahrstedt, Kunrau, Kusey, Wenze, Röwitz, Trippigleben, Quarnebeck, Siedentramm, Hohenhenningen und Steimke abgesaugt (siehe Infokasten). Im Ergebnis kamen die Stadt Klötze und die ausführende Firma laut Strathausen zu der Einschätzung, dass die Aktion positiv abgelaufen ist.

Zusätzliche Fördergelder

Doch dabei blieb es nicht. Aktuell werden noch weitere Nester abgesaugt, und zwar in den Gemarkungen Steimke, Böckwitz, Kusey, Schwarzendamm, Wenze, Neuferchau und Quarnebeck (Details im Infokasten). Möglich wurde diese zweite Ausschreibung, weil jene im August kostengünstiger ausgefallen war als kalkuliert und zudem eine Aufstockung der Fördermittel erfolgte. Dementsprechend, so erklärt Strathausen, konnte das Auftragsvolumen erhöht werden.

Hauptamtsleiter Matthias Reps hatte im Hauptausschuss darüber informiert, dass der Auftrag in Höhe von rund 63 800 Euro an eine Firma aus Biederitz ging. Es handelte sich um eine Eilentscheidung von Bürgermeister Uwe Bartels, die laut Kommunalverfassungsgesetz in dringenden Fällen getroffen werden kann. Der Hauptausschuss, der normalerweise für Vergaben über 50 000 Euro zuständig ist, musste in diesem Fall nicht involviert werden. Die Eile war deshalb geboten, um schnellstmöglich mit dem Absaugen der Nester beginnen zu können.

Diese zweite Maßnahme soll laut Gordon Strathausen bis Ende November abgeschlossen werden.