Klötze l Eigentlich sollte der Breitbandausbau, der am 20. Januar 2020 und damit vor mehr als einem Jahr begonnen hat, zehn Monate später abgeschlossen werden. Doch dann kam das Coronavirus. Damit ging einher, dass die Bautrupps verkleinert und Abläufe geändert werden mussten. Dennoch hielt Avacon am Ziel, den Glasfaserausbau bis zum Herbst abzuschließen, fest. Der Ausfall von Mitarbeitern infolge von Quarantänemaßnahmen, der Einsatz von kleineren Teams im Zuge der Abstands- und Hygienevorschriften sowie Lieferschwierigkeiten machten dem Unternehmen aber einen Strich durch die Rechnung.

Im Dezember, nachdem Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski um Auskunft gebeten hatte, kam das Eingeständnis, dass der erwünschte Baufortschritt nicht zu verzeichnen sei. Der Ehrgeiz aber blieb. Und so wurde ein neues Ziel ausgegeben: Demnach soll die Fertigstellung im Frühjahr 2021 erreicht werden.

144 Anschlüsse pro Woche

Dafür müssten pro Woche 144 Hausanschlüsse realisiert werden. Und es dürfe keine weiteren Einschnitte geben, etwa in Form anhaltender Minusgrade, weil dann der Kabelzug nicht durchgeführt werden könne, wie es hieß.

Genau diese Minusgrade gab es Ende Januar/Anfang Februar in Klötze. Verschiebt sich die Fertigstellung also weiter nach hinten?

Nein, beruhigt Avacon-Sprecherin Corinna Hinkel auf Anfrage der Volksstimme. Zwar hätten sich aufgrund der Wetterbedingungen und der Corona-Situation erneute Verschiebungen ergeben, für die um Verständnis gebeten werde. Doch: „Unser Ziel ist, bis Ende April die Arbeiten abzuschließen.“

Derzeit würden Kunden im Bereich der Straße der Jugend angeschlossen. Danach sei geplant, weitere Kundenanschlüsse im Stadtzentrum sowie in Richtung Gewerbegebiet zu erstellen. Dort, im Bereich Poppauer Straße/Klötze-Nord, seien noch Kabelzug-Arbeiten notwendig, „die wir aber, wenn die Witterung so bleibt, durchführen können“, wie Corinna Hinkel mitteilt.