Klötze l Es war ein anderer Gottesdienst, den die Klötzer Kirchengemeinde gemeinsam mit Gemeindepädagogin Christel Backs-Pacholik, ihrem Mann Klaus Pacholik sowie den Mitarbeitern der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) Heiligabend im Innenhof der Einrichtung veranstalteten. Doch die nicht alltägliche Andacht kam an. Rund 50 Besucher folgten der Einladung. Sie wollten sich trotz der aktuellen Verordnungen im Zuge der Corana-Pandemie auf das Weihnachtsfest einstimmen. Auch wenn einiges gegenüber den üblichen Weihnachts-Gottesdiensten anders war. Die 30-minütige Andacht war gelungen.

Dabei wurde von den Organisatoren, den Besuchern sowie den Darstellern unter den verschärften Auflagen einiges abverlangt. Ein Mund-Nasen-Schutz war nicht nur für die Besucher Pflicht. Die Mädchen und Jungen der Kinderkirche konnten dieses Mal nicht die Geschichte von der Geburt Jesu aufführen, sondern nur in einem Bild darstellen. Doch auch das war gelungen.

Statt eines gemeinsamen Chorgesangs sorgte Anne Rosenow mit Liedern auf der Querflöte für die musikalische Unterhaltung des Abends. Bei „Es ist ein Ros entsprungen“, „Stille Nacht“ sowie „O du fröhliche“ kam auch unter den besonderen Umständen bei den Anwesenden weihnachtliche Stimmung auf. Als dann Klötzes Gemeindepädagogin Christel Backs-Pacholik die Weihnachtsgeschichte erzählte und die jungen Christen in den historischen Kostümen sich zu einem Gruppenbild aufstellten, wurde den Besuchern ganz warm ums Herz.

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Die Corona-Pandemie zog sich wie ein roter Faden durch die Predigt von Klaus Pacholik, Pfarrer im Ruhestand. „Weihnachten ist diesmal ganz anders als jemals zuvor“, sagte der Geistliche und betonte, dass in den Pandemie-Wochen junge Menschen für Alte und Einsame freiwillig eingekauft haben. Zudem haben Menschen auf Konsum verzichtet und sich ihrem Leben und seinen Zielen gestellt.

Gottesdienste der etwas anderen Art im Freien gab es am Heiligabend auch in Immekath und Ristedt. In vielen Dörfern der Einheitsgemeinde läuteten in den Abendstunden die Kirchenglocken und die Einwohner traten mit Kerzen vor ihre Haustüren. Weihnachten 2020 – das war eben ein ganz anderes Fest als jemals zuvor.