Klötze/Hohenhenningen l Nach dem Weggang von Pfarrer Johannes-Michael Bönecke war die Pfarrstelle für den Kirchen-Gemeindeverbund Klötze-Schwiesau unbesetzt. Das soll sich jetzt ändern. Klötze könnte nun sogar zwei Pfarrer bekommen. Genauer gesagt eine Pfarrerin und einen Pfarrer. Denn mit Catharina und Hartwig Janus wird sich am Sonntag, 29. Oktober, ab 14 Uhr ein Pfarrer-Ehepaar in der Kirche von Hohenhenningen vorstellen. Sie haben sich zu je 50 Prozent auf die Pfarrstelle Klötze beworben. Beide arbeiten derzeit in gleicher Funktion in Sandau. Das Paar hat vier Kinder im Alter von vier bis elf Jahren. Im Anschluss an den Gottesdienst wird es eine sogenannte Benehmensherstellung (die Abgabe von Meinungen zu dem Vorschlag für die Besetzung der Pfarrstelle) geben. Das erläuterte Superintendent Matthias Heinrich auf Anfrage der Volksstimme.

Für den Nachmittag ist folgender Ablauf vorgesehen: Nach dem um 14 Uhr beginnenden Gottesdienst folgt gegen 15 Uhr ein Kaffeetrinken. Danach wird es einen 15-minütigen Impulsvortrag zum Thema „Gottesdienst als Herzstück des Gemeindelebens“ geben, bevor ab 15.45 Uhr ein öffentliches Gespräch über den Vortrag und allgemeine Fragen beginnt. Eine Gesprächsrunde mit dem Gemeindekirchenrat schließt sich 16.15 Uhr an. Im Anschluss beginnt eine Sitzung des Gemeindekirchenrates mit der Abgabe eines Votums, die aber nicht mit einer Wahl gleichzusetzen ist.

Kein Bewerber für Kusey

Das erklärte Matthias Heinrich: „Da es sich bei diesem Besetzungsverfahren um eine Kirchenleitungsbesetzung handelt, erfolgt keine Wahl, sondern eine Benehmensherstellung.“ Die Kirchenleitung schlägt dann einen Kandidaten für die vakante Stelle vor. Der Gemeindekirchenrat müsse für dieses Verfahren beschlussfähig sein. Er gibt ein Votum ab, ob die Besetzung der Stelle wie vorgeschlagen erfolgen soll oder nicht. Anschließend würde das Landeskirchenamt abschließend darüber entscheiden. Die zweite Möglichkeit für ein Besetzungsverfahren wäre eine sogenannte Gemeindebesetzung. Dabei erfolgt eine Wahl des Nachfolgers durch den Gemeindekirchenrat.

Nichts Neues gibt es dagegen für Kusey. Dort muss nach dem Weggang des ordinierten Gemeindepädagogen Martin Zander ebenfalls eine Stelle besetzt werden. „Es hat sich aber niemand für Kusey beworben“, sagte Matthias Heinrich. Die Angelegenheit liege nun wieder beim Kreiskirchenrat. „Ich gehe davon aus, dass bei der Sitzung des Kreiskirchenrates am 25. Oktober beschlossen wird, erneut auszuschreiben.“ Es sei nicht ungewöhnlich, dass im ländlichen Raum mehr Anläufe nötig sind.