Klötze l Mit ihrer roten Fassade fällt die Klötzer Purnitz-Schule schon von Weitem ins Auge. In großen weißen Buchstaben steht der Name der Bildungseinrichtung auf der Gebäudefront, die zur Straßenseite zeigt, geschrieben. Ja, die Klötzer Grundschule macht optisch was her. Und das schon seit zehn Jahren. So lange werden die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klassen nun schon an dem Standort in der Straße der Jugend 5 unterrichtet. Am 25. August 2008 läutete die Glocke zum ersten Mal.

Der runde Geburtstag soll nun gefeiert werden. Am Freitag, 21. September, werden alle Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, ehemalige Lehrer und alle Interessierten zu einem Fest auf den Hof eingeladen, wie es in einer Ankündigung der Schule heißt. Beginn ist um 15 Uhr. Für die kleinen und großen Besucher soll ein unterhaltsames Programm vorbereitet werden. Spielen, Basteln, Raten, Mitmachen und noch mehr wird für den Nachmittag an verschiedenen Stationen versprochen. Mit dabei sind die Tagesgruppe des DRK, der VfB Klötze, der Förderverein Tiergehege und Streichelzoo und andere Gruppen und Vereine.

Lange Gästeliste

Als Gäste werden neben Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels auch Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt, die Leiterinnen der Kitas aus Lockstedt, Klötze und Schwiesau, der ehemalige Schulleiter Günter Strziga, Axel Hübner und seine Kollegen von der Stadtwirtschaft sowie Klaus Ewertowski als früherer Bürgermeister eingeladen.

Ewertowski war auch schon vor zehn Jahren bei der offiziellen Einweihung der Purnitz-Schule dabei und hielt eine Festansprache. Nach Klötze gekommen war auch André Schröder als Staatssekretär im Ministerium für Bauen und Verkehr. Groß gefeiert wurde der Start der neuen Bildungseinrichtung in Klötze ein paar Tage nach dem Schulbeginn. Am 13. September 2008 war es soweit. Die 180 Grundschüler führten ein Programm auf, der Förderverein hatte für Kaffee und Kuchen gesorgt.

Nur der Rohbau blieb übrig

Bis die Purnitz-Schule ihre Türen öffnen konnte, war es ein langer Weg. Viele Jahre lang war zuvor immer wieder über den Standort der neuen Grundschule diskutiert worden. Im Gespräch war Anfang der 2000er Jahre etwa, einen Neubau am Schulplatz zu errichten. Dort befand sich damals bereits die Grundschule.

Als einige Jahre später das Aus für die Berufsbildende Schule (BbS) des Altmarkkreises in Klötze beschlossene Sache war, nutzte die Stadt die Gelegenheit und sicherte sich das Gebäude, um dort die Grundschule unterzubringen. Anfang 2008 startete der aufwendige Umbau der ehemaligen Berufsschule. Gleich in den ersten Tagen hatten Bauarbeiter damit begonnen, die Flurdecken, Türen, Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen herauszureißen. Gewechselt wurden zudem die Fenster. Von dem ursprünglichen Gebäude, so hieß es damals vom zuständigen Planer, sollte nur noch der Rohbau stehen bleiben. Schon ein gutes halbes Jahr später, Ende Juli, hatte sich die Baustelle in eine schmucke neue Schule verwandelt und konnte der Bau abgenommen werden. Beanstandungen gab es kaum.

Neun Klassenräume

Für den Unterricht stehen neun Klassenräume und drei Fachräume zur Verfügung, wie es auf der Internetseite der Stadt Klötze heißt. Darüber hinaus gibt es ein Computerkabinett, Gruppenräume und einen großen Betreuungsraum. Im Erdgeschoss ist der Hort untergebracht, außerdem befindet sich dort der große Speiseraum. Zum Einzugsbereich gehören neben Klötze auch die umliegenden Ortschaften Schwiesau, Neuendorf, Lockstedt, Hohenhenningen, Siedentramm und Nesenitz.