Klötze l Grund zur Freude bestand am Freitag in der Klötzer Grundschule. Seit zehn Jahren befindet sich die Bildungsstätte nun in der Straße der Jugend. Davor befand sich der Standort in der Wasserfahrt. Doch der Betrieb in der sogenannten Kinderkombination war nur über eine Ausnahmegenehmigung möglich. Daran erinnerte Schulleiterin Dana Saalfeld in ihrer Rede. Lange suchte die Politik nach einer Lösung. Und dann ging alles ziemlich schnell. 2005 beschloss der Stadtrat den Kauf der einstigen Berufsschule, 2006 wurden Fördermittel beantragt und am 1. Februar 2008 begann der Umbau. „In nur einem Jahr wurde dieser Traum erfüllt. Vom alten Gebäude blieb nur der Rohbau stehen“, blickte Saalfeld zurück. Flurdecken, Sanitäranlagen, Türen, Fenster, Heizung, Lüftung, Elektrik und das Dach wurden komplett entfernt und erneuert.

Während dieser Zeit machten sich Lehrer, Schüler und Bürger bereits Gedanken über einen Namen für die Schule. Am Ende gab es 49 Vorschläge. Die Wahl fiel schließlich auf den Namen „Purnitz-Schule“, den sich die damalige 4a ausgedacht hatte. Weitere Ideen, die keine Berücksichtigung fanden, waren zum Beispiel „ABC-Schule“, „Klötzer Waldbadgrundschule“, „Grundschule an der Schützenallee“ oder „Am Waldesrand“.

Der gesamte Umbau der früheren Berufsschule hatte einen Umfang von zirka 1,75 Millionen Euro, wovon 1,07 Millionen durch Fördermittel des Landes abgedeckt wurden, wie Saalfeld informierte.

Beim Umzug von der Wasserfahrt zur Straße der Jugend packten alle mit an. Die Vorfreude auf die neue Schule war riesig, vor allem wegen der modernen Ausstattung und dem weitläufigen Außenbereich. Am 25. August 2008 zogen neben der Lehrkräften 180 Schüler/innen in die Grundschule ein. Die offizielle Einweihung erfolgte am 13. September 2008. „Mit dem neuen Schulhaus hat man in Klötze ein neues, schönes Gebäude geschaffen, das in die Schullandschaft eingefügt ist, bei dem man überall merkte, dass die Handwerker mit Liebe zu ihren Beruf und mit Sorgfalt bemüht waren, etwas Formschönes und Solides zu schaffen“, lobte die Schulleiterin.

Seither sind zehn Jahre vergangen. Und die haben ihre Spuren hinterlassen. So wurde schon wieder viel investiert, wie Saalfeld berichtete. Dank der Stadt Klötze, dem Förderverein und Ausschreibungen über Banken und Sparkassen konnten zwei interaktive Whiteboards, neue Computer für den PC-Raum, neue Regale und Schränke für Unterrichts-Materialien, höhenverstellbare Tische und Stühle für den Musikraum und eine neue Musikanlage für Festivitäten angeschafft werden. Zudem gab es Maler- und Fliesenarbeiten in den (Klassen-) Räumen und im Speiseraum. Darüber hinaus wurde ein Schuppen aufgebaut und mit neuen Spielsachen (Roller, Bälle, Seile, ...) bestückt. „Und die Wunschliste ist noch nicht zu Ende“, betonte Saalfeld.

Gemeinsame Sache

Ein dickes Dankeschön richtete sie an all diejenigen, die sich in die Organisation der Zehn-Jahr-Feier eingebracht hatten, seien es nun Eltern, Schüler, der Förderverein oder die Stadtwirtschaft. Ihre Lehrerschaft war Saalfeld eine Extra-Erwähnung wert. „Ich bin stolz auf ein Kollegium, das sich nicht nur zu diesem besonderen Anlass einsetzt. Ich bin stolz auf ein Kollegium, das nicht frustriert auf die vielen Vorgaben und Veränderungen reagiert, sondern sich engagiert und Zeichen setzt und die Arbeit an der Purnitz-Grundschule als gemeinsame Sache ansieht.“

All diesen Worten schloss sich Anja Neumann, Vorsitzende des Fördervereins, an. Auch sie bedankte sich für die große Unterstützung.

Im Folgenden gab es ein buntes Rahmenprogramm, an dem sich viele Klötzer Vereine und Einrichtungen beteiligten. Die Türen der Grundschule standen offen, sodass sich jeder darin umsehen konnte.