Steimke l Die Steimker brachten Ende 2018 den Stein ins Rollen: Sie wollten eine besondere Bestattungsform auf ihrem Friedhof ermöglicht haben. Das Problem: Dafür muss die Friedhofssatzung der Einheitsgemeinde angepasst werden. Und: Alle Ortschaftsräte haben ein Wörtchen mitzureden.

Konkret geht es bei dem Wunsch der Steimker um eine Art halbanonymes Gräberfeld. Zwar kommen die Urnen anonym in die Erde, aber auf einem Schild ist auf Wunsch der Name des Verstorbenen zu lesen. Das löste unter den Stadträten Diskussionen aus. Einige verlangten eine klare Trennung: anonym oder nicht anonym. Andere, wie im Klötzer Ortschaftsrat, haben nichts gegen eine solche Möglichkeit der Bestattung einzuwenden, wollen die Namen aber auf eine flache Platte im Boden sichtbar machen.

„Wir haben unseren Wunsch im Stadtrat vorgetrage“, berichtete Ortsbürgermeister Frank Kraskowski. „Jetzt ist etwas Zeit nötig, damit das in allen Orten diskutiert werden kann. Bis März müssen wir uns gedulden.“

Einige Einwohner machten noch einmal deutlich, dass sie die Änderung der Satzung unbedingt wollen. Sie wollen eine Erinnerungssäule, auf Wunsch mit den Namen der Verstorbenen, machte Katja Dierks deutlich: „Die Namen alteingesessener Steimker gehen sonst verloren. Das ist auch für die Geschichte wichtig.“