Klötze l Seit einigen Wochen ist die Klötzer Stadt- und Kreisbibliothek geschlossen – und bleibt das wohl auch noch bis zum 12. November 2018. Ende August ging die langjährige Leiterin der Einrichtung, Iris Wienecke, in den Ruhestand. Eine Nachfolge gibt es bislang nicht. Hinzu kommt, dass die zweite Kollegin in der Klötzer Bibliothek derzeit keinen Dienst verrichten kann. So bleiben die Türen geschlossen. Erste Reaktionen von Nutzern, die sich darüber ärgern, gab es bereits.

Am Donnerstag berichtete die Volksstimme über die aktuelle Situation. Daraufhin meldete sich mit Marga Lüer eine weitere Nutzerin am Volksstimme-Lesertelefon, um ihren Unmut zu äußern. Warum könne die Bibliothek denn nicht wenigstens halbtags geöffnet werden, wollte sie wissen. Früher hätten sich die Mitarbeiterinnen doch auch vertreten können. Die Klötzerin beschrieb sich selbst als eifrige Leserin, die Bibliothek würde ihr sehr fehlen. Zuhause habe sie einen großen Stapel Bücher zu liegen, den sie mittlerweile ausgelesen habe. Gern würde sie sich neuen Lesestoff besorgen.

Suche nach Lösung

Aufgegriffen wurde das Thema ebenfalls in der jüngsten Sitzung des städtischen Hauptausschusses. Den Stein ins Rollen gebracht hatte Klaus Ewertowski (CDU). Er erkundigte sich, wie die aktuelle Situation ist. Und er übte Kritik: „Ich missbillige, dass die Bibliothek so lange geschlossen ist.“ Zu dem Sachverhalt wollte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels nicht direkt im öffentlichen Teil der Sitzung Stellung beziehen. Es gehe dabei um Personalangelegenheiten, begründete das Stadtoberhaupt und kündigte an, dazu im nichtöffentlichen Teil etwas zu sagen. Es sei aber nicht das Ziel, die Bibliothek zu schließen, ließ er wissen.

Im Gespräch mit der Volksstimme sagte Bartels, dass erwägt werde, eine übergangsweise Regelung mit einer anderen Mitarbeiterin zu finden. Im Rathaus suche man nach einer Lösung für das Problem. Bereits gelaufen sei die Ausschreibung, mit der nach einer neuen Leiterin beziehungsweise einem Leiter für die Bibliothek gesucht wurde. Die Frage sei allerdings, wann die neue Kollegin oder der Kollege anfangen kann, so Bartels weiter.