Klötze l Erst am vergangenen Sonntag heulten gegen 23 Uhr in Klötze die Sirenen und 16 Kameraden der Ortswehr mussten wieder in Richtung Wohngebiet Hegefeld zum Löschen einer Papiertonne fahren. Das war bereits das insgesamt fünfte Mal in diesem Jahr, dass die Kameraden zu solcher Art Feuer in das Wohngebiet ausrücken mussten. Erst eine Woche zuvor, am 1. Februar, stand kurz vor 19 Uhr eine Papiertonne im Hegefeld an der Straße der Jugend in Flammen. Der Papiercontainer brannte schon in voller Ausdehnung, und die 13 Einsatzkräfte mussten zur Feuerbekämpfung Schaum einsetzen, um den Brand zu löschen.

Auffällig ist, dass die Papiertonnen immer in den Abend- oder auch Nachtstunden in Flammen stehen. Denn auch bei den Bränden am 27., 28. und 29. Januar waren die Aktiven in den Abendstunden gefordert. Während am 27. und 29. Januar jeweils gegen 20.30 Uhr die Sirene heulte, wurden die Einsatzkräfte am 28. Januar gegen 18.30 Uhr alarmiert.

Dass die Klötzer Kameraden bereits fünf Mal in diesem Jahr einen oder mehrere Papiercontainer im Hegefeld löschen mussten, nervt die Männer. „Die Brände sind zu unmöglichen Zeiten. Einige unserer Einsatzkräfte sind oder müssen zu diesem Zeitpunkt arbeiten,“ betont Zugführer Stefan Lange. Selbstverständlich bekämpfen die Kameraden das Feuer. Dennoch hoffen sie, dass der oder die Täter schnellstmöglich gefasst werden, um nicht noch mehr Papiercontainer löschen zu müssen.

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Das ist auch im Sinne von Jens Passier, Geschäftsführer der Klötzer Wohnungsbaugesellschaft. Die Gesellschaft besitzt im Wohngebiet Hegefeld zahlreiche Wohnblocks, an denen die Abfall- und Papiercontainer abgestellt sind. „Ich hoffe, der Täter wird schnell gefasst“, sagt Jens Passier auf Nachfrage.

Die Polizei tappt bei den Ermittlungen nach einem Brandstifter aktuell noch im Dunkeln. „Momentan gibt es keine neuen Erkenntnisse zu den Containerbränden. Dennoch wird an dem Fall gearbeitet, und wir gehen jedem Hinweis nach“, betonte Salzwedels Polizeipressesprecher Frank Semisch. Sicher ist nur, dass die Container angezündet worden sind. Wie Semisch weiter betonte, möchten Personen, die Hinweise zu den Vorfällen im Wohngebiet Hegefeld geben können, sich der Polizei in Salzwedel unter 03901/84 80 oder bei den Regionalbereichsbeamten in Klötze melden. Die Hinweise werden vertrauensvoll behandelt.