Breitenrode l Mit dieser Gründungsversammlung hat sich das Ansinnen des Gründers der Heimatstube, Günter Bruhn, nach einem dauerhaften Fortbestand der mittlerweile weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannten musealen Einrichtung erfüllt. Und es ist auch Wille von Ehefrau Uta als Eigentümerin des Gebäudes, dass die vielen Ausstellungsstücke, Fotografien und Dokumente als stumme Zeitzeugen der Öffentlichkeit weiterhin präsentiert werden.

Weiterhin lokal ausgerichtet

Die sieben Gründungsmitglieder (siehe Infokasten) waren sich bei dem Treffen von Beginn einig darüber, dass das Fortbestehen der Heimatstube nur als sogenannter eingetragener Verein auf den Weg gebracht werden soll. Unverändert soll das bisher erfolgreich von Günter und Uta Bruhn angebotene Jahresprogramm der Heimatstube bleiben. So kann gewährleistet werden, dass die Vorstandsarbeit nicht über Gebühr Zeit und Arbeit benötigt, zudem die finanzielle Last im Vereinsrahmen überschaubar bleibt.

Der Vereinszweck ist klar definiert. Es sollen die Historie, Traditionen und das Brauchtum, das das Geschehen in Breitenrode bis in die Neuzeit widerspiegelt, dauerhaft gepflegt und immer wieder vervollständigt, letztendlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Damit, so der Vorstand einhellig, bleibt die Heimatstube lokal auf das Dorf Breitenrode ausgerichtet.

Der Urvater der Heimatstube, Günter Bruhn, wollte ursprünglich nicht mehr im Vorstand auftauchen. Letztendlich überzeugte ihn der zum Vorsitzenden gewählte Karsten Hoth, dass gerade mit Blick auf die finanziellen Erfordernisse für den noch jungen Verein der Posten des Kassenwartes perfekt zu Bruhn passen würde. Das war das nicht von der Hand zu weisende Argument – Bruhn willigte ein und erhielt das einstimmige Vertrauen der Gründungsmitglieder.

Entlastung von rein privater Verantwortung

Mit der Vereinsgründung ergeben sich für Günter und Uta Bruhn aber auch Veränderungen, die das Ehepaar entlasten. Bislang waren sämtliche Aktivitäten, auch das alljährliche Hoffest mit Hunderten Besuchern zur Saisoneröffnung, ihr eigenes privates Risiko. Und auch die Unterhaltungs- und Betriebskosten für die Heimatstube galt es aus der Privatschatulle zu bestreiten. „Selbstverständlich und glücklicherweise gab es immer wieder Spenden, die entlasteten. Doch eins zu eins hat sich das über all die Jahre nicht aufgehoben. Aber in der Heimatstube steckt nun mal viel Herzblut, was von den Breitenrodern in all den Jahren in vielfältiger Art und Weise unterstützt wurde“, heißt es dankbar von ihm für diese Hilfen. Was zudem bemerkenswert ist: Über sämtliche Zuwendungen hat Bruhn in den 26 Jahren seit Bestehen der Heimatstube exakt Buch geführt.

Rückblick: Die Heimatstube Breitenrode geht auf die Initiative von Günter Bruhn zurück. Den Anstoß für die Gründung erhielt er im Jahre 1992, als Bruhn und Ehefrau Uta als Mitglieder des Oebisfelder Heimatvereins die kulturell-historische Heimatpflege dort miterlebten. Diese wertvolle Heimatpflege sollte es auch für Breitenrode geben, beschloss Bruhn zwei Jahre später, die Heimatstube in Breitenrode zu eröffnen. Aufgrund der stetig anwachsenden Zuwendungen an Exponaten erweiterte sich sowohl die Ausstellungsfläche als auch das Renommee der Heimatstube immer mehr.