Kunrau l „Grundsätzlich war es ein erfolgreiches Jahr, auch wenn wir uns bei einigen Veranstaltungen eine größere Resonanz gewünscht hätten.“ Dieses Resümee zog Vorsitzender René Schneider am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Kulturklubs Drömling (KKD) im Kunrauer Schlosskeller. In seinem Rückblick erinnerte Schneider an die Auftritte von M.A.D Experience, Pure, Tino Eisbrenner, Mark Beerell, Ulla Meinecke, Christian Hänsel, Lunartree, Jon Flemming Olsen, Falkenberg, Pariser Flair und Grey Bones. Zum Programm gehörte außerdem der 13. Kultursonntag mit dem Heinz-Erhardt-Parodisten Andreas Neumann und dem Maler Karsten Berlin. Noch dazu beteiligte sich der KKD am Feuerwehrfest und dem Weihnachtsbaumsingen. Darüber hinaus wurde die Küche renoviert. „Danke an alle Helfer und Sponderen.“

Weil das Interesse manchmal zu wünschen übrig ließ, wird der KKD die Zahl der Veranstaltungen reduzieren, kündigte Schneider an. Überdies wird es in diesem Jahr erstmals eine Sommerpause geben. Angedacht ist auch eine Kooperation mit anderen Initiativen, wie der Künstlerstadt Kalbe, den Altmark-Festspielen oder dem Gut Zichtau, um sich die Arbeit zu erleichtern.

Kein Mainstream

Überlegt wird auch, wie das Renommee der Gaststars besser kommuniziert werden könnte. „Leute wie Kerth oder Eisbrenner sind Legenden; Olsen ist Gründer von Texas Lightning und spielt bei Dittsche mit. Aber das kann man ja nicht alles aufs Plakat schreiben“, stellte Schneider fest.

Er räumte ein, dass nicht jeder Künstler, obwohl die Qualität immer gegeben ist, seine Gage einspielt - „das ist das Risiko, aber ist es die Aufgabe unseres Vereins, eine große Bandbreite anzubieten und nicht dem Mainstream hinterzulaufen.“ Gleichwohl richtete er den Appell an die Mitglieder, noch mehr als bisher für die Veranstaltungen die Werbetrommel zu rühren.

An den Eintrittspreisen, da war sich Schneider sicher, kann der bisweilen fehlende Zuspruch eigentlich nicht liegen. „Da orientieren wir uns an dem, was anderswo genommen wird und bleiben immer darunter.“ Angeregt wurde, die Preise für die Abendkasse leicht zu erhöhen.

Drömlingsfest wird konkret

Am 24. Juni wird es ein Sommerfest geben, eventuell mit Tag der offenen Tür im Schlosskeller. Der genaue Tagesablauf steht aber noch nicht fest. Im September, so blickte Schneider voraus, kommen die Melankomiker und im Oktober die Gruppe Apfeltraum, zu der zwei Söhne des verstorbenen Renft-Musikers Peter Gläser gehören. Im November wird es eine Veranstaltung im Rahmen des Altmärkischen Musikfestes geben und im Dezember will der KKD wieder am Weihnachtsbaumsingen teilnehmen.

Des Weiteren stellte Schneider in Aussicht, mal wieder etwas in Brome machen zu wollen, und zwar im alten Kino auf dem Remmler Hof. Vorgesehen ist ein Johnny Cash-Konzert. „Das wäre ein echtes Highligt“, zeigte sich der Vorsitzende überzeugt. Gestiegen sind wohl auch die Chancen auf das schon seit Längerem geplante Drömlingsfest, da es von der Naturparkverwaltung Drömling, wo eine Stelle geschaffen wurde, Unterstützung geben wird. „Nächste Woche gibt es dazu nochmal ein Gespräch“, berichtete Schneider.

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung wurden Kassenwartin Yvonne Nieder und der Vorstand einstimmig entlastet. Fener wurde darüber gesprochen, wie Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten, um zum Beispiel eine vernünftige Belüftungsanlage in den Schlosskeller einzubauen.