Gemeinderat ist offen für Treffpunkt im Ort

Jübarer Jugend soll Konzept entwickeln

Von Tobias Roitsch

Jübar l Einen Raum, in dem sie sich regelmäßig treffen können, wünschen sich die Jugendlichen aus Jübar. Um das zu unterstreichen, überreichten sie dem Gemeinderat bereits eine Unterschriftenliste. Der Rat reagierte auf das Anliegen des Nachwuchses im Ort und lud die jungen Leute am Montagabend zu seiner Sitzung ein, um den Wunsch nach einem Treffpunkt persönlich zu diskutieren. Doch die Resonanz der Jugendlichen auf das Gesprächsangebot fiel eher verhalten aus: Nur drei kamen mit ihren Eltern ins Dorfgemeinschaftshaus. Eingeladen, so betonte Bürgermeister Carsten Borchert, waren allerdings 25.

Von der Tagesordnung gestrichen wurde die Diskussion aber nicht. So konnten die jungen Leute zunächst ihre Anliegen äußern. "Wir wollen einen Raum, in den wir auch abends im Winter gehen können, wenn es kalt ist", hieß es da. Außerdem sollten regelmäßige Treffen in dem Raum möglich sein. Und auch die anwesenden Mütter meldeten sich zu Wort. Eine gab zu bedenken, dass die Jübarer Jugend derzeit zwar einen Raum in Lüdelsen nutzt, dieser an Winterabenden aber mit dem Fahrrad nicht zu erreichen sei.Die Eltern seien auch bereit, einen Teil der Verantwortung für den Jugendraum zu übernehmen.

"Euer Interesse muss wirklich da sein", richtete Carsten Borchert deutliche Worte an die Jugendlichen und ergänzte: "Von 25 eingeladenen Jugendlichen kommen heute nur drei. Die Hälfte wäre schön gewesen, um zu zeigen, dass die ganze Jugend diesen Raum will." Vom Tisch war der Wunsch damit aber nicht. Gemeinsam mit ihren Eltern sollen die Jugendlichen nun ein Konzept entwickeln. Die Eltern sollen auch einen Teil der Verantwortung übernehmen. Immerhin gab es schon mal einen Jugendklub, für den sich irgendwann keiner mehr verantwortlich fühlte, betonte Borchert.

Über das Konzept will der Rat nach Vorlage entscheiden. Ein Raum, der derzeit noch von der Feuerwehr genutzt wird, könnte schon ab Herbst als Jugendtreff in Jübar dienen.