Klötze l Pfingsten ist das Fest der Verständigung und auch die Geburtsstunde der Kirche. Das erfuhren die zahlreichen Besucher am Wochenende von der Klötzer Gemeindepädagogin Christel Backs-Pacholik im Gotteshaus der Purnitzstadt. Denn sie hatte an beiden Pfingstfeiertagen, auch als Ersatz für die derzeit ausbleibenden Andachten während der Corona-Krise, eine Ausstellung mit biblischen Erzählfiguren angeboten. Die wurde sowohl von Einheimischen als auch von Auswärtigen angenommen. Mit selbst angefertigten Figuren, die einst Doris Egli entwarf, erzählt die Ausstellung an drei Stationen die kirchlichen Feste wie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten. Dabei steht Jesus Christus im Mittelpunkt. „Das Besondere an den kleinen Figuren ist, dass sie kein Gesicht haben“, erzählt Backs-Pacholik. Damit sollen sie nicht die jeweilige Stimmungslage zeigen.

Beim ersten Bild zum Osterfest wird die Auferstehung Jesus nachgestellt. Die Figuren an der zweiten Station zum Himmelfahrtstag zeigen den Weg der Jünger zu Jesus auf den Berg. Und bei der dritten Station berichten Freunde von der Begegnung und dem Erleben beim Pfingstfest mit Jesus. Denn an diesem Tag ließen sich über 3000 Menschen in Jerusalem taufen, was auch die Geburtsstunde der Kirche bedeutete.

An jedem Stand konnten sich die Kirchenbesucher mit einer kleinen Aktion selbst betätigen. So zunächst eine Kerze entzünden, dann aus weißen Papierstreifen eine Wolke gestalten und zum Schluss bunte Papierbänder als Zeichen für Feuerflammen an der Gartenhecke vor dem Gotteshaus aushängen. Schon am Kircheneingang begrüßten weiße, auf das Gehwegpflaster gesprühte Pfingsttauben die Besucher. Denn die Taube ist das Symbol des Pfingstfestes, des Friedens und des Heiligen Geists.