Klötze l Ganz genau umgeschaut haben sich am Sonnabendvormittag vier Männer auf dem Gelände des Klötzer Kleingartenvereins Am Friedensberg in Klötze. Arno Mau, Roland Schmidt, Werner Rossau und Hartumut Daasch waren dabei als Bewerter für den Wettbewerb „Den besten Gärtnern auf der Spur“ unterwegs. Ausgerichtet wird dieser vom Bezirksverband Altmark der Gartenfreunde gemeinsam mit der Volksstimme.

Immer wieder warfen die Bewerter bei ihrem Rundgang kritische Blicke über Hecken und Gartenzäune auf der Anlage. Ihre Eindrücke hielten sie schriftlich fest. Gestaunt wurde etwa über ein Insektenhotel, das in einer Parzelle aus gestapeltem Holz errichtet wurde. Zu sehen bekamen sie aber auch Gärten, in denen keine Nutzpflanzen angebaut werden. Ungepflegt sah eine andere Parzelle aus. Dies sei ein ehemaliger Garten, der zu einem Parkplatz umfunktioniert werden soll, konnte Frank Martin, Vorsitzender der Friedensberg-Kleingärtner, berichten, als er die Gäste über das Gelände führte.

Einen genaueren Blick warfen die Bewerter dann hinter die Gartenpforte von Siegfried Basse. Die Parzelle des 74-Jährigen war in der Kategorie der Einzelanlagen ins Rennen geschickt worden. Sein Kleinod hat er nun schon seit Mitte der 1960er Jahre, wie der Hobby-Gärtner berichtete. „Ich bin eines der ältesten Mitglieder hier“, sagte er. Momentan sei er gerade mit Umbauarbeiten beschäftigt. „Ich will alles etwas umgestalten“, sagte er. Da er noch lange Freude an seinem Garten haben möchte, wolle er sich die Arbeit nun leichter machen. Deshalb dichte er einige Stellen derzeit gegen Unkraut ab.

Gestaunt hat die Jury derweil über die Komposttrennung, die Siegfried Basse betreibt. Drei Kammern für unterschiedliche Abfallarten hat er dafür angelegt. „Das ist alles super gemacht“, lobte Hartmut Daasch, der auch Vorsitzender des Bezirksverbandes der Gartenfreunde ist. Beim Klötzer Siegfried Basse erkundigte er sich noch, wie es denn derzeit mit den Schnecken aussehe. Dieses Jahr seien es noch wenige, konnte der berichten. Im Vorjahr hingegen sei er mit dem Sammeln kaum nachgekommen.

Ihr Ende fand die Begehung schließlich im Vereinsheim. Dort wurden die Ergebnisse zusammengetragen. Insgesamt, so zog Hartmut Daasch ein erstes Fazit, sei die Anlage Durchschnitt, wie er auch woanders zu finden sei. „Es gibt hier viele Waldbäume und Koniferen. Die müssen rausgeschnitten werden“, nannte er einen Kritikpunkt. Positiv bewertete er, dass viele Flächen gemäht seien. Weitere Rundgänge gab es am Sonnabend in den Klötzer Kleingartenvereinen Eichengrund, Sonnenschein und Feierabend I.