Überfällig

Klötzer Kraftsportler wollen den geplanten Hallen-Anbau

Schon lange warten die Kraftsportler des VfB Klötze auf den geplanten Anbau für die Zinnberghalle, der mehr Platz zum Trainieren bieten soll. Ob diese „große“ Variante umgesetzt wird, ist fraglich. Im Gespräch ist auch ein kleinerer Umbau innerhalb der Halle. Nur wann geht es los?

Von Tobias Roitsch
Die Zeit vergeht: Wann geht es mit dem Kraftraum-Anbau der Zinnberghalle in Klötze los? Diese Frage kam im Hauptausschuss auf.
Die Zeit vergeht: Wann geht es mit dem Kraftraum-Anbau der Zinnberghalle in Klötze los? Diese Frage kam im Hauptausschuss auf. Foto: Tobias Roitsch

Klötze - Die Zeit vergeht und langsam scheinen die Kraftsportler des VfB Klötze die Geduld zu verlieren. Deutlich wurde das am Mittwochabend während der Sitzung des Klötzer Hauptausschusses im Rathaus. In der Einwohnerfragestunde meldete sich mit Christopher Schulz der Vize-Präsident des Vereins zu Wort und brachte das Thema Zinnberghalle auf den Tisch. Dort soll der Trainingsbereich für die Kraftsportler erweitert werden. Neu ist die Idee nicht. Er selbst beschäftige sich schon seit vier Jahren mit dem Anbau für den Kraftraum, blickte Schulz zurück. Doch wann wird endlich mit dem Bauen angefangen?, wollte er von der Runde nun wissen. Schließlich seien doch Fördermittel für die Maßnahme bewilligt.

Große und kleine Varianteliegt auf dem Tisch

Das bestätigte Matthias Reps, stellvertretender Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Klötze. Konkret beantworten konnte er die Frage des Vize-Präsidenten nicht. Aktuell könne er nichts zum Baubeginn sagen, teilte Matthias Reps mit. Der Start sei auch abhängig davon, welche von zwei möglichen Varianten am Ende umgesetzt wird.

Ursprünglich war ein Anbau an die Zinnberghalle geplant. Entstehen sollte dieser im Bereich des Parkplatzes. Mit ihm hätte sich der Raum für die Kraftsportler fast verdoppelt. Der Anbau sollte ein Plus von 60 Quadratmetern bringen. Aktuell steht den Sportlern ein Trainingsbereich mit 63 Quadratmetern zur Verfügung.

Doch die Quadratmeter-Kosten wären für diese große Variante mittlerweile sehr hoch, hatte Matthias Reps am Donnerstag im Gespräch mit der Volksstimme erklärt. Deshalb sei auch nach einer anderen, kleineren Variante gesucht worden. Dabei gehe es um Umbauten in der Halle. Diesbezüglich habe man den VfB um eine Stellungnahme gebeten, blickte Reps zurück. Dabei hätten die Kraftsportler erklärt, dass sie gern an der großen Variante mit dem Anbau festhalten wollten. Lasse sich diese nicht realisieren, würde man die kleinere Variante akzeptieren, so Reps.

Diese entspreche jedoch nicht dem, was sich der VfB vorstelle, sagte Christopher Schulz in der Sitzung. Aktuell beschäftige sich ein Planer mit dem Thema, konnte Matthias Reps der Runde zum aktuellen Stand der Dinge berichten. „Wir wissen nicht, was es unter dem Strich kostet“, so der stellvertretende Bürgermeister. Um das Einholen der Preise kümmere sich jetzt der Planer. Erst wenn die Zahlen bekannt sind, könne man weitere Informationen zu dem Projekt weitergeben, blickte Reps voraus. Außerdem müssten sich dann die politischen Gremien dazu positionieren.

Aktuell werdendie Kosten berechnet

„Nicht nachvollziehbar“ sei diese Auskunft für ihn, sagte Christopher Schulz. Schließlich sei doch auch schon Geld in das Kraftraum-Projekt geflossen, etwa für das Brandschutz-Konzept, sagte er. Und überhaupt: Wieso sind die Kosten jetzt deutlich höher als früher? Zur Erinnerung: Eigentlich waren mal 175.000 Euro für das Vorhaben eingeplant, davon 100.000 Euro in Form von Fördermitteln. Kürzlich war aus dem Rathaus zu hören, dass sich die Summe aufgrund gestiegener Baukosten nun verdoppelt hätte.

„Warum legt man nicht einfach mal los?“, fragte Christopher Schulz und ergänzte seine Sorge, dass die Fördermittel vielleicht irgendwann verfallen könnten.

Matthias Reps machte darauf aufmerksam, dass es einen Unterschied zwischen einer Kosten-Schätzung und einer Kosten-Berechnung gebe. Aktuell befinde man sich in der Phase der Berechnung. Er versicherte, dass die Stadt den VfB in Zukunft weiter informieren werde und dass man mit der Vereinsspitze in Kontakt bleibe.