Immekath l Angenehm kühl war die Immekather Kirche am Sonntagnachmittag. Trotz der sommerlichen Hitze draußen perfekte Bedingungen für einen musikalischen Genuss. Angesagt hatten sich die beiden Musiker Sara Graefe und Gianluca Calivá. Friedhelm Klopp machte neugierig: „Wir dürfen gespannt sein auf ein außergewöhnliches Konzert.“

„Saela Whim“ war das Programm überschrieben. Das stand für wunderliche Einfälle, die mit Wonnen genossen werden. Das erst in diesem Jahr gegründete Duo zauberte in warmen Klangbildern Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer. Dabei könnten die musikalischen Ursprünge unterschiedlicher kaum sein: Sara Graefe kommt aus dem klassischen Bereich, Gianluca Calivá vom Jazz. „Schön, wie sich beide Musikrichtungen berühren“, sagte Graefe und bedankte sich für den herzlichen Empfang in Immekath. Für das Konzert versprach sie eine Mischung aus Glück und Seligkeit. „Wir hoffen, Sie mit unserer Vielseitigkeit erfreuen zu können.“ Bei einer Probe hätten sie bereits die schöne Akustik in der Kirche bemerkt. Sara Graefe ließ ihre Geige erklingen, während der Salzwedeler Gianluca Calivá seine Gitarre zupfte und strich.

Das dritte „Instrument“ war die hinreißende Stimme von der jungen Frau, die sie gleich zu Beginn bei dem Song Ain‘t Nobody der amerikanischen Funkband Rufus und der Soulsängerin Chaka Khan erklingen ließ. Weiterhin erfreuten sie das Publikum zum Beispiel mit dem Song A case of you von Joni Mitchell sowie ihrer vertonten Version des Bertolt-Brecht-Gedichtes „Vom Glück des Gebens“.

Einen besonderen Dank sprach Gianluca Calivá aus. Der Salzwedeler hatte im Publikum seinen ehemaligen Musiklehrer Sebastian Klopp ausgemacht. „Das ist der Mann, der verantwortlich dafür ist, dass ich heute Musik mache. Er war sehr prägend für mich“, betonte er.

Dass ein „Unfall der Musikgeschichte“, so formulierte es Gianluca Calivá, aus den 1990er Jahren durchaus einen Platz in einem Konzert haben kann, zeigten die beiden Musiker ebenfalls. Sara Graefe sang das Lied Barbie Girl. Mit dem Publikum sang sie im Wechsel „Come on Barbie, let‘s go Party“. Das hatte Ohrwurmpotenzial. Einige Zuhörer hatten das Lied noch auf dem Weg in die Pause auf den Lippen.