Ortschaftsrat

Kritik an parkenden Autos

Um parkende Autos und die Urnen-Stelen auf dem Kunrauer Friedhof ging es im Ortschaftsrat. Eine Einwohnerin hatte sich geäußert.

Von Tobias Roitsch

Kunrau l Ausgiebig genutzt wurde die Einwohnerfragestunde während der letzten Sitzung des Kunrauer Ortschaftsrates. So hatte eine Kunrauerin gleich mehrere Anliegen, die sie dem Gremium mitteilen wollte.

Zum einen kam sie dabei auf die Parkplatzsituation in der Lindenstraße und im Mittelweg zu sprechen. Sie äußerte ihren Unmut darüber, wie manche der Fahrzeuge in dem Bereich am Wohnblock abgestellt werden. „Manche Leute parken kreuz und quer“, schilderte sie den Ortsräten ihre Sicht. Sie fürchte, dass so im Ernstfall kein Rettungsdienst und keine Feuerwehr mehr passieren können. „Da muss man sich was einfallen lassen, dass dort nicht geparkt wird“, bat sie das Gremium.

Handlungsbedarf sehe auch Ortschaftsrat André Lüders, wie er sagte. Ihm sei das Thema ebenfalls schon bekannt. Wie er sagte, lägen der Stadt Klötze bereits Bilder vor. „Rettungsfahrzeuge werden dort Probleme kriegen“, so Lüders. Da es sich um einen Kreuzungsbereich handele, würden wohl keine Halteverbotsschilder aufgestellt.

Ortschaftsrat Burkhard Hartmann erklärte, dass es nicht Aufgabe der Polizei sei, den ruhenden Verkehr zu kontrollieren. Das städtische Ordnungsamt könne aber an den Fahrzeugen Zettel mit Hinweisen anbringen.

Ein weiteres Thema, das die Kunrauerin beschäftigt, ist die Stele auf dem örtlichen Friedhof. Diese werde gut angenommen, bis auf zwei Plätze seien alle belegt, wie sie festgestellt habe. Die Befürchtung ist, dass sich vielleicht nicht mehr jeder für die Stele entscheiden kann, der es möchte. „Mit der Erweiterung der Stele sollten wir nicht ewig warten und nicht erst nächstes Jahr damit beginnen“, mahnte sie. Immerhin habe es allein schon in diesem Jahr drei Todesfälle in Kunrau gegeben, unterstrich die Einwohnerin.

Ortsbürgermeister Uwe Bock bestätigte, dass die Stele gut angenommen werde. Daran zeige sich, dass viele Ältere nicht anonym begraben werden möchten. Aus diesem Grund habe der Ortschaftsrat bereits im vergangenen Jahr einen Antrag auf Erweiterung bei der Stadt Klötze gestellt.

Rückblick: In der Sitzung im September musste Uwe Bock mitteilen, dass es wohl vorerst keine weitere Stele geben wird. Man wolle aber alles in die Wege leiten, damit es doch eine Erweiterung gibt.