Klötze/Kunrau l Not macht erfinderisch und im Fall der Bäderbetreuung in Kunrau und Klötze zudem noch erfolgreich. Das trifft auf jeden Fall auf die Frauen und Männer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Diesdorf zu. Sie betreuen, neben den Freibädern in Apenburg und Diesdorf, seit diesem Sommer auch die beiden städtischen Einrichtungen in Klötze und Kunrau. Und das professionell und zur äußersten Zufriedenheit der Besucher. Auch aus dem Klötzer Rathaus gab es von der zuständigen Mitarbeiterin nur positive Worte. „Die Absprachen mit Nils Leitloff und seinem Team klappen sehr gut“, betonte sie. Auch einige Stadträte tummelten sich gestern bei 32 Grad Lufttemperatur und 25 Grad Wassertemperatur sowohl in Kunrau als auch im Klötzer Waldbad und waren mit der Betreuung am Beckenrand sehr zufrieden.

Die DLRG-Betreuung war notwendig geworden, da die Stadt für diese Badesaison keine Schwimmeister verpflichten konnte.

In diesem Jahr müssen die zuständigen DLRG-Rettungsschwimmer, die für ihren Einsatz an beiden Standorten im Stadtgebiet extra geschult wurden, auch die vorgeschriebenen Hygienevorschriften einhalten. Doch das klappt ganz gut, wie Rettungsschwimmer Vincent Tasler gestern in Klötze sagte. „Die Badegäste sind vorsichtig und halten sich an die Regelungen im Zuge der Corona-Krise“, ergänzte der junge Mann am Beckenrand.

So wurden in beiden Bädern extra zwei Schwimmbahnen abgetrennt, damit die Badelustigen ungehindert ihre Bahnen ziehen können. Zudem wurden im Klötzer Bad zwei neue Einstiege an den jeweiligen Enden des Nichtschwimmerbeckens installiert, damit die Besucher ungehindert in das erfrischende Nass gelangen. Die große Rutsche in Klötze bleibt allerdings für den Badebetrieb in diesem Sommer gesperrt. In Kunrau wird sie je nach der Anzahl der Besucherzahl geöffnet.

Team umfasst 22 Rettungsschwimmer

Dassselbe trifft für den Ein- und Drei-Meter-Sprungturm imKlötzer Waldbad zu. „Wir öffnen einen der beiden Sprungtürme nur, wenn die Schwimmer in diesem Bereich nicht gefährdet sind“, sagte Vincent Tasler. Deshalb muss er mit seiner Kollegin oder einem anderen Rettungsschwimmer immer ein Auge auf diesen Bereich haben. In einer Zwei-Mann-Besatzung sichert die Diesdorfer DLRG-Ortsgruppe täglich in Kunrau und in der Purnitzstadt ab. „Dass gesamte Team umfasst 22 Rettungsschwimmer und zwei Fachangestellte für Bädertechnik“, wie der Vorsitzende der Diesdorfer DLRG-Ortsgruppe Nils Leitloff informierte.

Bevor die DLRG-Mitglieder ihren täglichen Dienst antreten und beide Bäder um 12 Uhr öffnen, müssen die Frauen und Männer am Beckenrand unter anderem auch das Wasser mit einem Roboter reinigen und nachfüllen. Denn die Diesdorfer Ortsgruppe hat die komplette Bäderbetreuung in Klötze und Kunrau vertraglich von der Stadt übernommen.

Bis zum gestrigen Nachmittag gab es trotz der vorgeschriebenen Hygienevorschriften keine Zwischenfälle. „Wir mussten nur kleine Blessuren von Badegästen mit Pflaster behandeln“, sagt Nils Leitloff. Auch die vorgeschriebene maximale Personenanzahl von 120 in Kunrau und 350 in Klötze wurde in dieser Woche bei den hitzigen Temperaturen nicht überschritten. Durchschnittlich kamen an den ersten drei Wochentagen in Klötze 260 Besucher und in Kunrau um die 100 Gäste. In der Purnitzstadt zählte die Kassiererin gegen 16 Uhr am Mittwoch 219 Gäste und 25 Inhaber von Dauerkarten.

Das war am vergangenen Sonntag in Klötze anders. Da musste das Bad kurzzeitig für eine Viertelstunde wegen Überfüllung geschlossen werden, weil sich über 300 Leute erfrischen wollten.

Mit solch einem Andrang rechnet Nils Leitloff auch am kommenden Wochenende, wenn die Temperaturen weiter so sommerlich über 30 Grad bleiben. „Wir sind aber mit unseren Rettungsschwimmern gerüstet“, versicherte der Vorsitzende.