Klötze/Kunrau l Malerei, Musik, Lyrik – all das bekamen die Besucher des Kunstfestivals „Wagen und Winnen“ am vergangenen Wochenende geboten. Die mittlerweile vierte Ausgabe der Veranstaltungsreihe lockte in 19 Orte und 26 Ausstellungsräume in der Altmark. Mit Petra Schmidt und Lothar Schulz-Wapen aus Klötze sowie Renate Bartels aus Kunrau haben sich auch drei Künstler aus dem Bereich der Einheitsgemeinde Stadt Klötze beteiligt.

Bereits zum dritten Mal nahm Petra Schmidt an dem Festival teil. In den Räumen der Klötzer Kulturfabrik stellte die Malerin am Sonnabend und Sonntag zahlreiche ihrer Aquarelle und Acryl-Bilder aus. Darunter waren – passend zum Motto „Land in Sicht“, unter dem die Veranstaltung stand – verschiedene Landschaftsmotive. Zu sehen gab es einige Bilder, die Schmidts Sicht auf die Altmark zeigen: Ein hoher Horizont und Landschaft, soweit das Auge reicht. Es mache ihr Spaß, bei „Wagen und Winnen“ dabei zu sein, sagte Petra Schmidt, die sich auch über die gute Resonanz der Besucher freute.

Zu sehen bekamen diese in der Kulturfabrik auch die kreativen Postkarten, die Dörthe Bethge-Steffens aus Poritz bei Bismark gern in ihrer Freizeit gestaltet. An einem Tisch zeigte sie ihre Kartenkunst. Vor gut fünf Jahren habe sie dieses Hobby für sich entdeckt. „Das ist mein kreativer Ausgleich zur Arbeit“, sagte Dörthe Bethge-Steffens, die ein Ingenieurbüro leitet. Das Gestalten nutze sie zum Abschalten, erklärte sie.

Bilder

Musikalisch ging es derweil im Garten der Kulturfabrik zu. Dort spielte Janusz Schmidt auf seinem Akkordeon Lieder für einige Zuhörer, die es sich im Schatten gemütlich gemacht hatten.

Lyrische Texte, die sie zu den Bildern von Petra Schmidt verfasst hat, trug die Klötzer Buchhändlerin Ramona Metzing am Sonntagnachmittag in der Halle der Kulturfabrik vor. Gut 20 Zuhörer lauschten ihren Worten und schauten sich gleichzeitig die inspirierenden Bilder an, die mit einem Beamer auf eine Leinwand geworfen wurden.

Etwa 200 seiner Bilder hatte der Klötzer Lothar Schulz-Wapen unter dem Dach seines Hauses für interessierte Besucher aufgehängt. Er beteiligte sich in diesem Jahr zum ersten Mal bei „Wagen und Winnen“. Viele Motive aus dem Drömling hat er schon gemalt, aber auch Porträts, Landschaften und Gebäude. „Ich gehe dabei grundsätzlich nach alten Fotos“, erklärte er seine Arbeitsweise. Im Internet sei er auf das Festival aufmerksam geworden. Er habe immer Kontakt zu Künstlern aus der Region gesucht. Das habe nun geklappt, sagte Lothar Schulz-Wapen. Im nächsten Jahr wolle er wieder teilnehmen, so der Klötzer.

Ein Bild, das zu groß ist, um es ins Wohnzimmer zu hängen, konnten Besucher in Kunrau sehen. Dort hatte Renate Bartels ihren Dekonatur Kreativhof geöffnet, wo sie Kurse zur Trockenfloristik anbietet. Einen Blick in die Werkstatt konnten Interessierte am Sonnabend und Sonntag werfen. Übersehen konnten sie dabei aber nicht das gut sechs Meter lange Graffiti-Bild, das auf dem Hof stand. Entstanden ist dieses vor einigen Wochen im Rahmen eines Projekttages in Quarnebeck. Zum Thema „Liebe für alle“ hatten Jugendliche ihre Ideen auf die lange Holzwand aufgesprüht. In Kunrau gab es nun die Möglichkeit, das Bild mal zu zeigen, freute sich Christoph Treichel von der Jungen Gemeinschaft Altmark. Außerdem konnten Besucher in Kunrau Jutebeutel bemalen und Buttons gestalten.