Klötze/Schwiesau/Kunrau l In diesem Jahr, das lässt sich schon bilanzieren, gab es bei Wagen & Winnen eine Rekordbeteiligung. Unter dem Motto (L)ost paradise erfolgten an 22 Orten insgesamt 32 Ausstellungen mit sage und schreibe 90 Künstlern. Die feierliche Eröffnungsfeier ging am Freitagabend im Salzwedeler Bahnhof über die Bühne. Im Nebengebäude waren mehr als 20 Mini-Ausstellungen zu sehen, die am 24. September prämiert werden sollen. Für Stimmung sorgten die Band „Vladi Wostock“ sowie die Trommelgruppe „Die Takadimis“.

„Da war richtig was los“, zeigte sich Lothar Schulz aus Klötze auch tags darauf noch begeistert. Der Maler öffnete seine Galerie am Sonnabend und Sonntag für Besucher. Darunter war auch Olivier-Jamil Clement. Der Historiker aus dem Wendland hatte sich vorgenommen, so viele Stationen wie möglich abzuklappern. Nach einer Stippvisite in Kunrau traf er am Nachmittag bei Schulz ein – und war von dessen Können äußerst angetan. „Herr Schulz hat eine extreme Begabung“, lobte Clement.

Plattform für Künstler

Genau das trifft mit Sicherheit auch auf Hilde Preetz, Ute Wischeropp und Karten Berlin zu, die sich in Schwiesau bei der Arbeit beobachten ließen. Preetz erzeugt aus Ton die schönsten Keramiken, Wischeropp haucht Textilresten sozusagen neues Leben ein und Berlin schwingt den Pinsel wie kein Zweiter.

Kunstvoll ging es auch auf dem Kreativhof in Kunrau zu. Unter dem Motto „Ist das Müll? Neues aus Altem“ ging es bei Astrid Leibach aus Benitz um das Thema „Upcycling“ – also darum, aus vermeintlichem Müll nützliche Dinge herzustellen. Bei Gabi Blancke aus Breitenrode konnten Kerzen gestaltet werden: mit herbstlichen Motiven oder auch verziert mit dem eigenen Namen. Ausgestellt wurden außerdem Fadenbilder von Sandra Dörwald aus Neuferchau. Gastgeberin Renate Bartels bot einen Workshop unter dem Titel „Blumensträuße querbeet“ an. Das Team vom Kreativhof beteiligte sich bereits zum zweiten Mal am Kunstfestival. Damit, so Bartels, solle den Künstlern eine Plattform gegeben werden und Interessierte die Möglichkeit erhalten, den Kreativen über die Schulter zu schauen.