Jahrstedt l Alle Jahre wieder verlieren die Bäume im Herbst ihre Blätter. Und in einigen Orten stellen sich die Bürger dann immer eine ganz bestimmte Frage: Wohin mit dem Laub, das auf öffentlichen Flächen anfällt? In Kunrau hatten sich Einwohner lange Zeit gewünscht, dass die Stadt Klötze dafür große Säcke, sogenannte Big Bags, zur Verfügung stellt und bestenfalls auch die Entsorgung übernimmt. Doch ihr Flehen wurde nicht erhört. Ortsbürgermeister Uwe Bock stellte klar, dass die Bürger dafür selbst zuständig seien.

Stadtwirtschaft soll Haufen abfahren

Nun ist die Diskussion auch nach Jahrstedt geschwappt. So wurde bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates überlegt, ob diese Big Bags an manchen Stellen nicht doch sinnvoll wären, etwa auf dem Friedhof. Einwohner Karl-Heinz Schmidt erwies sich als Befürworteter dieser Idee und schlug vor, dass zumindest den Anliegern der Braunschweiger Straße, die von zahlreichen Bäumen gesäumt ist, angeboten werden sollte, das Laub zu Haufen zusammenzukehren, die dann von der Stadtwirtschaft abgefahren werden. Karl-Heinz Schmidt fügte hinzu: „So viele öffentliche Flächen haben wir ja nicht.“

Ratsherr Eckhard Bromann, der für die Stadtwirtschaft tätig ist, erteilte dem Vorschlag mit Hinweis auf die viele Arbeit aber eine Absage. „Ich muss mich um elf Dörfer kümmern. Da kann ich nicht überall gucken, wo solche Haufen liegen.“ Dieses Argument ließ Karl-Heinz Schmidt aber nicht gelten. „Wenn das nicht klappt, dann soll die Stadt eben ein paar Leute mehr einstellen“, erwiderte er. Ansonsten wüssten sich die Leute nicht anders zu helfen, als das Laub zum alten Schießstand zu bringen, was aber vom Ortschaftsrat nicht gewollt sei.