Klötze l Die Zukunft der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Rund um den Drömling ist ungewiss, für 2021 wurde aber noch die Prioritätenliste aufgestellt. Das geschah bereits am 4. November. Zu einer Versammlung konnten sich die Mitglieder wegen Corona nicht treffen, die Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren gefasst. Eine schriftliche Anfrage der Volksstimme zu jener Zeit ließ LAG-Manager Wolfram Westhus unbeantwortet. Mittlerweile hat die LAG ihre Prioritätenlisten aber im Internet veröffentlicht.

Stadt wartet auf Bewilligung alter Anträge

Dort ist ersichtlich, dass im Bereich der ELER-Förderung vier der neun aufgeführten Projekte im Bereich der Stadt Klötze zu verorten sind. In zwei Fällen geht es um Freibäder, in den beiden anderen Fällen um Kirchen. ELER steht für den Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums.

Aus diesem Topf hätte die Stadt Klötze für die „Etablierung und Weiterentwicklung“ des Freibades in Kunrau gern eine Förderung in Höhe von 214.200 Euro. Die förderfähigen Kosten belaufen sich hier auf 285.600 Euro.

Außerdem wurden Fördermittel in Höhe von 249.900 Euro für die „Aufwertung und Sanierung“ des Freibades in Klötze beantragt. Hier belaufen sich die förderfähigen Kosten auf 333.200 Euro.

Im Gespräch mit der Volksstimme erklärte Klötzes Hauptamtsleiter Matthias Reps, dass die beiden Anträge, die auf der Prioritätenliste für 2020 zu finden waren, weiter Bestand haben. Zum einen hatte die Stadt Klötze für die (Becken-) Sanierung des Klötzer Freibades 133.875 Euro beantragt und zum anderen 100.000 Euro für die Erweiterung der Klötzer Zinnberghalle, damit die Kraftsportler dort mehr Platz haben. In beiden Fällen fehlt aber noch die Bewilligung der Fördermittel. „Vorher können wir mit den Maßnahmen nicht beginnen“, stellte Reps klar.

Nachdem die Evangelische Kirchengemeinde Quarnebeck zuletzt die Kirchenorgel restaurieren und die Empore erneuern ließ, soll nun die Fassade des Gotteshauses wieder hergestellt beziehungsweise saniert werden. Dafür wurden 58.800 Euro beantragt, die förderfähigen Kosten betragen hier 73.500 Euro.

Auf Fördermittel hofft auch die Evangelische Kirchengemeinde Wenze, und zwar für die Sanierung des schiefen Kirchturms. Beantragt wurden dafür 232.500 Euro, die förderfähigen Kosten betragen 310.000 Euro.

Nur neun Projekte

Auffällig ist, dass auf der Prioritätenliste im Bereich der ELER-Förderung insgesamt nur neun Projekte genannt werden. In den Vorjahren waren es zum Teil deutlich mehr. Neben den vier Anträgen aus dem Bereich der Stadt Klötze gibt es noch drei aus der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen und zwei aus der Gemeinde Calvörde, aber keinen einzigen aus der Einheitsgemeinde Gardelegen.

Im Bereich der ESF-Förderung gibt es lediglich ein Projekt. Dem Verein zur Förderung der Umweltbildung geht es um die „Regionalentwicklung im Drömling“. ESF ist die Abkürzung für den Europäischen Sozialfonds.

Nachdem die Prioritätenliste aufgestellt wurde, sollten die Antragsteller ihre kompletten Unterlagen bis zum 1. Februar beim Leader-Management einreichen. Dort werden die Unterlagen geprüft und spätestens bis zum 1. März bei der zuständigen Bewilligungsbehörde eingereicht.