Klötze l Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wird es auf der Schützenstraße im Bereich des Klötzer Waldbades wohl nicht geben. Das ist das Ergebnis einer entsprechenden Prüfung, über das Klötzes Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt nun im Ortschaftsrat informierte. Vor einiger Zeit war in dem Gremium angeregt worden, dass die Autos dort langsamer fahren sollten.

Auf einem Abschnitt der Schützenstraße gibt es bereits ein Tempolimit. Fahrzeuge dürfen dort maximal 30 km/h fahren. Wer etwa mit dem Auto vom Waldbad kommend stadteinwärts unterwegs ist, muss auf die Bremse treten. Das entsprechende Temposchild steht erst hinter der Einfahrt zum Waldbad-Parkplatz. Diese Regelung gilt ebenfalls für Fahrzeuge, die stadtauswärts fahren. Im Bereich des Waldbades und des benachbarten Tiergeheges darf Tempo 50 gefahren werden.

Es handelt sich um eine Kreisstraße, die durch den Ort führt, wie es hieß. Hans-Jürgen Schmidt teilte der Runde mit: „Der Träger hat den Sachverhalt abschließend geprüft.“ Über Unfälle sei nichts bekannt, eine weitere Prüfung sei deshalb nicht erforderlich, wurde mitgeteilt. Außerdem würde der Fußgängerüberweg am Waldbad-Parkplatz dafür sorgen, dass langsamer gefahren wird. Das Thema ist damit vom Tisch. Eigentlich. „Ob wir uns damit zufrieden geben, ist eine andere Sache“, sagte Schmidt mit Blick auf die Prüfung.

Zufriedengeben wollten sich die Mitglieder des Ortschaftsrates mit der Auskunft nicht. Eine lebhafte Diskussion folgte. Nicht nachvollziehen könne Bernd Unruh (SPD) die Entscheidung, dass es auf der Kreisstraße keine Geschwindigkeitsreduzierung geben soll. „In der Nähe ist das Waldbad, das Kurhaus, das Tiergehege“, zählte Bernd Unruh einige der Attraktionen auf, die in dem Bereich Besucher anlocken.

Zu dem Thema meldete sich auch Christian Gebühr (SPD) zu Wort. Mitte der 1990er Jahre habe es dort im Sommer mal eine Temporeduzierung gegeben, wollte er wissen. Zeitungsfotos würden das belegen. Nun sollte in der Sommersaison wieder ein 30er-Limit gelten, forderte er. Durch das Tiergehege seien nun immer mehr Menschen unterwegs. „30 ist öfters schon zu schnell, wenn du reinkommst nach Klötze“, sagte er. Die Bäume am Straßenrand würden die Sicht nehmen. Das Beispiel aus Beetzendorf aufzugreifen, regte Lothar Görg (SPD) an. Vor dem dortigen Stölpenbad gilt im Sommer ein Tempolimit von 50 km/h. Nach der Badesaison kann auf der Straße wieder 70 gefahren werden, wusste Görk.

Damit war das Thema Schützenstraße aber noch nicht vom Tisch. Alexander Kleine (SPD) sprach eine Verkehrszählung an, die es 2017 in dem Bereich gegeben haben soll. Durch das Ergebnis seien die Chancen auf ein Tempolimit gesunken. Nun wollte Kleine wissen, wann die Zählung durchgeführt wurde. Im Hochsommer sei schließlich mehr Betrieb auf der Straße als im Winter. Kleine sprach sich dafür aus, bei dem Thema am Ball zu bleiben. Es sei ein Ort für Familien, kleine Kinder könne man hinter den großen Bäumen an der Straße leicht übersehen. „Wie schnell springt mal ein Kind hinter einem Baum hervor“, machte er deutlich.

Der Ortsbürgermeister versprach, die Argumente aufzunehmen und weiterzuleiten.