Klötze l Der Countdown läuft, nur noch einmal schlafen, dann beginnt in Klötze der Martinimarkt. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Bereits am Freitag wurden die Straßen gesperrt. Auf den Festmeilen in der Innenstadt wird überall gewerkelt und geschraubt. Die Besucher dürfen sich auf etwa 90 verschiedene Geschäfte freuen. Darunter befinden sich beliebte Klassiker wie das Riesenrad, der Tornado, die Sound Machine, der Free Fall, der Crazy Trip, die Jaguar-Bahn, der Rock Star und Pirates of the Caribbean. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Die Auswahl ist riesig und reicht von Bratwurst und Pommes bin hin zu Gyros, Langos und gebrannten Mandeln.

Fast fertig mit dem Aufbau waren gestern Mittag Jason Sperlich und Daniel Hebki vom Kinderkarussell. „Mit allem Drum und Dran dauert der Aufbau zwei Stunden. Jetzt kommt nur noch der Feinschliff und dann kann es losgehen“, sagte Sperlich und wienerte mit Hebki liebevoll die kleinen Autos.

Apropos Autos: Der Autoscooter darf auf dem Klötzer Martinimarkt natürlich nicht fehlen. Hier befanden sich Militar Alin, Bima Costica und Obada Bogdan gestern Mittag im Endspurt. Sie montierten gerade die Laufstege um die Fahrbahn herum. Ansonsten fehlten nur noch die Scooter. „Die kommen zum Schluss“, hieß es.

Babyflug geht in die Winterpause

Gut zu tun hatten derweil auch Rebekka Vogel und ihre Kollegen vom Team des Schießwagens. Es galt, kistenweise Plüschtiere von einem Transporter abzuladen. Schließlich sollen sich die besten Schützen auch über Preise freuen dürfen.

Hand in Hand gingen die Arbeiten auch am Babyflug vonstatten. Bei Falko Wolter und Janek Sturzu klappte alles wie am Schnürchen. „Bis alles steht, brauchen wir etwa vier bis fünf Stunden. Dann wird noch den ganzen Tag geputzt“, erklärte ihr Chef, John Probst aus Herzberg am Harz. „Mit dem Babyflug sind wir jetzt das zweite Mal in Folge hier“, erzählte er und bedauerte, dass der Babyflug, anders als seine Bowlebar, nicht in jedem Jahr berücksichtigt wurde. Pro Jahr ist Probst mit seinen Geschäften an 25 bis 30 unterschiedlichen Standorten präsent. Zum Martinimarkt kommt er immer gerne. „Das hat Tradition, das spürt man. Es nörgelt keiner. Die Leute kommen, um zu rummeln.“ Für den Babyflug, so kündigte Probst an, ist Klötze die letzte Station, dann geht es in die Winterpause, während seine Glühweinbuden noch auf Weihnachtsmärkten aufgebaut werden.

Neben dem Babyflug war gestern Mittag noch eine große Stellfläche frei. Diese ist für den VMaxx reserviert. Die 55 Meter hohe und 120 Stundenkilometer schnelle Attraktion feiert auf dem Martinimarkt ihre Premiere. „Ein Riesending“, wusste Probst.