Klötze l Der Klötzer Martinimarkt ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Und so strömten am Wochenende wieder Tausende Besucher von überall her in die Purnitzstadt, um sich auf dem Innenstadtfest zu amüsieren. Den Sonnabendnachmittag haben viele Familien für einen Ausflug zum Rummel genutzt. Für manche war der Besuch des Marktes, auf dem es mehr als 90 Fahr- und Schaugeschäfte gibt, eine Premiere. Zum ersten Mal etwa war Christina Börner aus Flechtingen mit ihrem Sohn Felix und dessen Vater Christian Beier beim Matinimarkt, wie sie sagte. Sie wollten sich mal angucken, wie das Fest so ist, sagte Börner. Und ihr Fazit fiel „ganz gut“ aus. Auf alle Fälle würden sie im nächsten Jahr wieder zum Martinimarkt kommen.

Das wollen auch Stefanie Eger und Michael Christofzik, die mit Tochter Luisa und Nichte Michelle unterwegs waren. Angereist waren sie dafür aus Stendal. Die Mädchen hätten viel Spaß beim Karussellfahren, für die Großen sei das Essen an den Ständen interessant. Das Essen stünde auch für Sandra und Enrico Fischer aus Röwitz im Vordergrund, Schmalzkuchen und gebrannte Mandeln würden dabei ganz vorne liegen. Seit vier Jahren seien die beiden mehr tagsüber auf dem Martinimarkt unterwegs, sagten sie mit Blick auf Tochter Charlotte. Jedes Jahr mit dabei ist auch Andreas Fuhrmann aus Engersen mit seiner Familie, wie er sagte. Am Sonnabend waren sie zu acht unterwegs. „Die Kinder haben Spaß. Und wir freuen uns, wenn sich die Kinder freuen“, sagte Furhrmann, als er dem kleinen Lennart beim „Entenangeln“ half.

Im Karussell fotografiert

Hin und wieder, aber nicht jedes Jahr, kämen Siegfried und Margot Hameister aus Stendal nach Klötze. Mitgebracht hatte Siegfried Hameister am Sonnabend seine Fotokamera. Mit der schoss er im Kettenkarussell aus luftiger Höhe Fotos. Karaussell seien beide schon immer gerne gefahren, „früher noch mehr als heute“, so Margot Hameister. Mit Blick auf das Fest in Klötze könne sich Stendal noch eine Scheibe abschneiden, so das Paar, das gleich darauf das Riesenrad besteigen wollte.

Zum dritten Mal ist Alexandra Kazakova zum Martinimarkt aus Schildow (Berlin-Brandenburg) gekommen. Weil der Markt so toll ist, hat sie es zur Tradition gemacht, jedes Jahr ihre Freundin Juliane Riedel zu besuchen, die der Liebe zu ihrem Mann Martin wegen aus dem brandenburgischen Gransee nach Klötze gezogen ist. Alexandra sagt, dass es in ihrer Heimat in Neuruppin auch ein vergleichbares Innenstadtfest gibt. „Aber das ist längst nicht so schön wie der Martinimarkt in Klötze.“ Christiane und Sven Pfennig aus Stendal sind mit ihren Kindern nach Klötze gekommen. Der Papa trägt Baby Fiona (zwei Monate) im Tragetuch auf dem Bauch und Mama die Wickeltasche. Die große Tochter, die zwölfjährige Jamie, ist zum zweiten Mal auf dem Martinimarkt und wie ihre Eltern auch dieses Jahr ganz begeistert.