Kunrau l Seit Wochen schon liefen die Vorbereitungen. Das Ergebnis am Freitagabend war ein erster Martinsumzug in Kunrau, der nicht nur viel bot, sondern auch sehr viel Resonanz fand. Geschätzte 250 Kinder sowie ihre Eltern und Großeltern kamen am ehemaligen Hof der jetzigen Grundschule und an der Kirche zusammen. „Weil viele kleine Kinder dabei sind, haben wir auf laute Musik einer Kapelle verzichtet und singen selber“, erläuterte Verena Bartels. Sie sang mit den Kindern „Ich geh mit meiner Laterne“.

Und dann ging es auch schon los. Feuerwehrchef André Lüders fuhr an der Spitze des Zuges, gefolgt von Martinsreiterin Emilya Schrader. Der Zug führte über die Alte Bahnhofstraße, am Schloss vorbei und zur Kirche. Dort warteten bereits zahlreiche Menschen. Mitglieder des Fördervereins boten kalte und heiße Getränke an. Am Stand des Evangelischen Landjugendzentrums gab es deftige Langos.

Doch vor dem Eintritt in die Kirche erzählte Verena Bartels den bekanntesten Teil der Martinsgeschichte, als der Soldat seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Emilya überreichte Bettlerin Charlotte, die auf der Treppe saß, eine Mantelhälfte.

Danach sangen die Kinder in der Kirche mit Gemeindepädagogin Barbara Rein das Lied vom Heiligen Martin. Im Vorraum bastelten Johanna Lorenz, Sabina Voß und Lina Panzer mit den Kindern kleine Martinsfiguren aus Kastanien und ließen sie Bilder ausmalen.

Die Klötzerin Doreen Muth hatte viele Martinshörnchen gebacken. Jeder konnte sich eines nehmen und mit jemandem teilen, was Sinn der Martinsgeschichte ist. Draußen klang der Abend an einem Feuer aus. Weitere Fotos folgen.