Kunrau l Ruhig geworden ist es um die geplante Schweinemastanlage, die zwischen Kunrau und Rappin gebaut werden soll. Seit Jahren wehren sich die Mitglieder der BUND-Ortsgruppe aus Kunrau mit juristischen Mitteln gegen den Bau der Anlage mit 8250 Plätzen. Anfang Dezember 2016 hatte es die letzte öffentliche Informationsveranstaltung gegeben. Damals übernahm ein neuer Vorstand die Geschicke der Ortsgruppe, nachdem die Mitstreiter der ersten Stunde auf eigenen Wunsch in die zweite Reihe gerückt sind. Geschehen sei das aus Altersgründen, hieß es damals.

Einen Zwischenbericht zum aktuellen Stand der Dinge und den Geschehnissen seit der letzten Veranstaltung konnte Ralf Kuske während der jüngsten Sitzung des Kunrauer Ortschaftsrates geben. Kuske ist nicht nur Mitglied des Gremiums, sondern gehört als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit auch dem neuen Vorstand der BUND-Ortsgruppe an. „In den letzten vier Monaten herrschte Funkstille“, fasste Ralf Kuske das Geschehen seit dem Jahreswechsel zusammen. Solange ist von den Investoren aus Bad Bent­heim schon nichts mehr zu hören gewesen. Er sei erstaunt darüber, dass keine Aktivitäten auf dem Gelände zu sehen sind. Dort dürfte gebaut werden.

Doch die Arbeit der Ortsgruppe gehe weiter, wie Kuske bestätigte. Der Anwalt der Kunrauer würde sich mit den zwei Klagen befassen, die die Ortsgruppe eingereicht hat. Und somit entstehen Kosten. „Das Thema Spenden durch die Bevölkerung ist deshalb weiter aktuell“, sagte Kuske.

Außerdem teilte der Ortsrat bei der Gelegenheit mit, dass die Ortsgruppe demnächst einen weiteren Gesprächstermin plant. So ist beabsichtigt, dass es am 9. Mai eine interne Runde geben wird, zu der der Landrat des Altmarkkreises, Michael Ziche, sowie Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels und der Ortsbürgermeister Uwe Bock eingeladen werden. Auch der Anwalt der Ortsgruppe werde an der Zusammenkunft teilnehmen, sagte Kuske.

Dabei solle der aktuelle Sachverhalt dargestellt und das Anliegen der Ortsgruppe noch einmal in Erinnerung gerufen werden, nannte er den Hintergrund des Treffens. Hören wolle man auch die Meinungen des Landrates und des Bürgermeisters. Wenn es neue Erkenntnisse gibt, werde später auch die Öffentlichkeit informiert, stellte Kuske in Aussicht.