Steimke l Tierisch viel Spaß hatten am Donnerstagnachmittag die Steimker Senioren. Dafür sorgte nicht nur der leckere Erdbeerkuchen, sondern auch Förster Ralf Knapp. Der Tangelner, der auch Naturschutzbeauftragter und begeisterter Hobby-Fotograf ist, hatte einen knapp einstündigen Film mitgebracht. „Ich möchte Ihnen zeigen, wie schön und artenreich unsere Heimat ist“, kündigte Knapp an.

Zunächst präsentierte er aber einen Teil seiner Ausrüstung. Dazu gehören zum Beispiel eine Digitalkamera, eine Unterwasserkamera und eine Wildkamera.

Dann bekamen die Rentner eine Reihe von wunderschönen Bildern zu sehen. Von Forellen im Tangelnschen Bach über Kraniche am Darnebecker Berg, Seidenreiher in der Jeetze-Niederung, Spechte im Dränick bei Beetzendorf, Neunaugen und Feuersalamander am Taufkessel bei Mellin, Kreuzottern bei Schmölau, Eidechsen in Immekath bis hin zu Bibern in Wendischbrome.

Biotop für Schlangen

Außerdem waren Vögel wie die Kohlmeise, der Baumpieper, das Rotkehlchen oder der Zaunkönig zu sehen. Sehr zu schaffen macht dem Federvieh der Waschbär, sagte Knapp. „Der plündert jedes Gelege.“ Doch auch Amphibien müssen sich vor dem Räuber in Acht nehmen. „Der Waschbär kann durch seine kleingliedrigen Pfoten jede Kröte auf links drehen“, wusste der Experte, der auch ein besonderes Faible für Reptilien hat. So staunten die Steimker Senioren über tolle Aufnahmen von Schlingnattern und Blindschleichen. Bei Schwiesau, so informierte der Förster, wurde speziell für Schlangen ein Biotop angelegt.

Besonders eindrucksvoll waren Szenen von einem verendenden Damhirsch und wie sich ein Mäusebussard mit einem Kolkraben um Aas streitet. Weitere Schnappschüsse zeigten zum Beispiel Libellen, Silberreiher und Rehböcke.

Knapp bot den Steimker Senioren die ganze Bandbreite der altmärkischen Fauna und erklärte, dass manche Tiere, wie etwa die Kreuzotter, kurz vor dem Aussterben stehen. Und auch der Feuersalamander kommt nur noch an fünf oder sechs Stellen vor. Rückläufig, „das ist wohl dem Wolf geschuldet“, ist zudem der Damwildbestand.

Doch es gibt auch umgekehrte Tendenzen, etwa bei der Wildkatze, die sich bei Mellin anzusiedeln scheint. Das muss aber noch untersucht werden, schränkte Ralf Knapp ein.