Böckwitz l Noch bis zum 31. März ist das Museum in Böckwitz geschlossen. Winterpause. Führungen finden nicht statt. Es werden keine Anmeldungen entgegengenommen. Unklar ist, wie es in Böckwitz überhaupt weiter geht. Die Saisoneröffnung, die traditionell am 1. April vonstatten geht, rückt immer näher, steht aber auf der Kippe. Denn Vorsitzende Ingrid Schumann hatte im November 2018 ihren Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Als Grund gab sie unter anderem an, sich im Stich gelassen zu fühlen und sich nicht mehr von Besserwissern belehren lassen zu wollen. Jetzt seien andere, in- und außerhalb des kleinen Vereines, gefragt.

Stets hatte Ingrid Schumann von der Stadt Klötze und dem Altmarkkreis Salzwedel ein größeres Engagement eingefordert, um das Museum mit seinem großen Gelände am Laufen zu halten. „Worte allein reichen nicht“, war stets das Credo von Schumann, die sich darüber freut, nun mehr Freizeit zu haben.

Mitglieder sollen neuen Vorstand wählen

Fest steht, dass in der Causa Böckwitz, in der zurzeit Funkstille herrscht, eine Lösung gefunden werden muss. Zumal dort im November das 30-jährige Jubiläum der Grenz­öffnung gefeiert werden soll. Nicht weiter verfolgt, zumindest öffentlich, wurde bisher die Idee von Hartmut Jakobs aus Zicherie, das Böckwitzer Museum zu einer Außenstelle des Bromer Burgmuseums werden zu lassen.

Keinen Handlungsbedarf vonseiten der Stadt sieht derzeit Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels. „Wenn Ingrid Schumann nicht mehr als Vorsitzende antritt, muss sie eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen und einen neuen Vorstand wählen lassen“, stellte Bartels im Gespräch mit der Volksstimme klar. Die Stadt sei zwar Mitglied im Museumsverein, aber nicht der Hauptakteur. Indes befürchtet Uwe Bartels durch die Handlungsunfähigkeit des Vereins keine Auswirkungen auf größere Veranstaltungen in den nächsten Monaten.