Kunrau l Wie Kunraus Ortsbürgermeister Uwe Bock bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates informierte, sei in der Ortslage damit begonnen worden, trockene beziehungsweise geschädigte Äste von den Bäumen zu entfernen. Mit den Arbeiten habe die Stadt Klötze eine externe Firma betraut.

In diesem Zusammenhang appellierte er an die Einwohner, keine weitergehenden Forderungen zu stellen, etwa, dass die Bäume ganz und gar gefällt werden. „Unsere Vorfahren haben die Bäume gepflanzt und sich was dabei gedacht. Das sollten wir respektieren“, meinte der Ortsbürgermeister.

Abladeplatz für Laub

Gleichzeitig erteilte er noch einmal all jenen eine deutliche Absage, die der Ansicht sind, dass die Stadt Klötze und somit die Stadtwirtschaft im Herbst für die Entsorgung des Laubs zuständig sein sollte. „Das war in Kunrau nie so, auch nicht, als wir noch eigenständig waren.“ Stattdessen sollte man froh darüber sein, dass es in Kunrau einen Platz gebe, wo man das Laub hinbringen kann. „Aber bitte nur Laub, keinen Müll und keine Gartenabfälle“, mahnte Bock.

Im weiteren Verlauf der Sitzung meldete sich ein Einwohner zu Wort und erkundigte sich, ob er auf öffentlichem Grund selbst zur Säge greifen dürfe, wenn ihn ein Ast störe oder herunterzufallen drohe. Der anwesende Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach verneinte. Ansonsten entstünde ein „inhomogenes Straßenbild“, das vermieden werden solle. In Kusey, so verriet Dittfach, gebe es aktuell einen „drastischen Fall“, wo jemand in puncto Baumschnitt eigenmächtig tätig geworden sei. Und zwar so gravierend, dass seitens der Stadt Klötze überlegt werde, die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

Schadensmeldung im Internet

Der Ordnungsamtsleiter bot dem Kunrauer Fragesteller aber an, dass er ihm ein Bild von dem betreffenden Baum senden könne, um sich der Sache dann gleich annehmen zu können oder den Baum in die Liste für 2019 einzutragen. Möglich, so wusste Ortschaftsrat Ralf Kuske, sei auch, auf der Homepage der Stadt Klötze eine Schadensmeldung abzugeben. Abschließend wies Uwe Bock darauf hin, dass in Anbetracht der Vielzahl nicht alle Bäume im Bereich der Einheitsgemeinde berücksichtigt werden könnten. „Sonst ist das Budget schnell alle.“