Klötze l Die fast schon berühmt gewordene Mauer an der Klötzer Kita Spatzennest soll nach einem Vorschlag von Klaus Hilmer mit einem Spatzennest-Motiv verziert werden. Dazu hat der Klötzer Ortschaftsrat am 3. Mai einen einstimmigen Beschluss gefasst. Abzuwarten bleibt in dieser Sache die Entscheidung des Stadtrates. Doch in der Purnitzstadt gibt es noch mehr Flächen, die gestaltet werden könnten. Darauf machte Bernd Unruh bei der Sitzung des Klötzer Ortschaftsrates aufmerksam. Konkret im Blick hatte er die beiden Toilettenhäuschen am Lidl-Markt sowie am Busbahnhof.

„Vielleicht könnten wir die Schulen fragen und einen Zeichenwettbewerb machen“, regte Unruh an. Ihm schwebte vor, dass auf den Toilettenhäuschen die Klötzer Sehenswürdigkeiten abgebildet werden könnten.

Verschandelung befürchtet

Allerdings hielt sich die Begeisterung in der Runde ziemlich in Grenzen. Klaus Ewertowski äußerte die Befürchtung, dass eine Gestaltung auf einer Seite oder auf zwei Seiten der Toilettenhäuschen eine Verschandelung auf den anderen Seiten nach sich ziehen könnte.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt plädierte dafür, dass mögliche Gestaltungsvorschläge für die beiden Toilettenhäuschen auf jeden Fall im Klötzer Ortschaftsrat vorgestellt und diskutiert werden sollten. „Am liebsten wäre mir aber, es bleibt wie es ist.“

Nur eine Ja-Stimme

Dem pflichteten andere Ratskollegen bei. „Die Toilettenhäuschen sind gut so, wie sie sind“, sagte Klaus Hilmer. Nicht mal eine Bepflanzung würde er begrüßen. Die gleiche Auffassung vertrat Lothar Schulze. „Wir sollten die Häuschen einfarbig belassen.“ Der Vorschlag von Unruh sei zwar gut gemeint, sagte Schulze, er sorgte sich aber ebenfalls vor einer möglichen Verschandelung.

„Eigentlich könnten wir doch gleich darüber abstimmen“, meinte Ortsbürgermeister Schmidt. Bei nur einer Ja-Stimme von Bernd Unruh lehnte der Ortschaftsrat eine Gestaltung der beiden Toilettenhäuschen ab. Eine Gestaltung wird es also nicht geben. Eventuell aber für den Stromkasten auf dem Adolph-Frank-Platz, wie Kirstin Mähl anmerkte. Ihr Vorstoß wurde aber nicht weiter besprochen.