Klötze l Über große Pläne diskutierten die Mitglieder des Klötzer Ortschaftsrates vor einigen Wochen, als sie sich mit dem möglichen Ausbau der Bushaltestelle in der Straße der Jugend befassten. Dort, im Bereich der Grund- und Sekundarschule, könnte ein zweiter Busbahnhof in der Purnitzstadt entstehen. So lautete eine Idee. Hintergrund war, dass die bisherige Haltestelle, die in einer Wendeschleife vor der ehemaligen Zinnbergschule liegt, wohl nicht einfach barrierefrei umgestaltet werden könne, wie es hieß. Deshalb kam der Vorschlag, die Haltestelle vor die Sekundarschule zu verlegen und neu zu gestalten (Volksstimme berichtete). Dort halten nicht nur Schulbusse, sondern auch die Linie 400, die von Gardelegen über Klötze nach Beetzendorf führt.

Mittlerweile haben sich einige Mitglieder des Klötzer Ortschaftsrates vor Ort selbst ein Bild gemacht, wie in der Sitzung des Gremiums zu hören war. Gegen ein großes Neubau-Projekt sprach sich Raimund Punke (CDU) bei der Zusammenkunft aus. Eigentlich gehe es doch um die Kinder, die mit ihren Taschen an der Haltestelle stehen und auf den Bus warten, sagte Punke. Die Mädchen und Jungen müssten sich irgendwo unterstellen können, um etwa vor Regen geschützt zu sein.

„Das ist wichtiger als sich Gedanken darüber zu machen, dort eine riesige Bushaltestelle hinzubauen“, sagte Punke. „Du sprichst mir aus der Seele“, schob Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt gleich hinterher. Und auch andere Mitglieder des Gremiums drückten ihre Zustimmung aus.

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Vieles „drum herum“ sei noch gar nicht geklärt, fuhr Schmidt fort. Als Beispiel nannte er die Buslinie 100, die – so lautet eine Idee – künftig über Klötze verkehren soll. Gäbe es in der Sache eine Entscheidung, könne man über den Ausbau sprechen. Doch jetzt gehe es erst einmal um die „Kleinen“. „Das Wichtigste in meinen Augen ist, dass wir dort eine kleine Butze hinkriegen für die Kinder“, sagte Schmidt.

Dem stimmte auch Lothar Schulze (Die Linke) zu. Wichtig sei, eine Möglichkeit zu schaffen, damit Kinder und Erwachsene dort „trocken und sicher“ auf den Bus warten können. Dazu gehöre, dass das Wartehaus beleuchtet sein sollte, etwa in der Zeit von 6 bis 22 Uhr, ergänzte Schulze.