Schwiesau l Es ist zwar noch nicht Weihnachten, aber für eine Wunschliste ist es nie zu früh. Das dachte sich zumindest der Schwiesauer Ortschaftsrat bei seiner jüngsten Sitzung und schmiedete Pläne. Laut Ortsbürgermeister Helmut Fuchs könne jeder Ortschaftsrat bis zum Herbst eine Liste erstellen, wobei eine Sache Priorität haben solle. Gegen dieses Prozedere, so wie es der Ortsbürgermeister beschrieb, regte sich in der Ratsrunde aber sofort Widerstand. „Wenn wir eine Sache aufschreiben, schreiben andere fünf auf“, meinte Gerhard Glaue. Und Manfred Hille fügte hinzu: „Man kann in einem Jahr vielleicht nur eine Sache abarbeiten, aber man wird doch wohl mehr als eine Sache aufschreiben dürfen?“

Von der Außenwelt abgeschnitten

Als Erstes fiel Helmut Fuchs der Weg auf dem Friedhof von der Trauerhalle bis zum anonymen Gräberfeld ein. „Der sieht schlimm aus. Da muss was gemacht werden.“ Dafür habe es sogar schon einen Kostenvoranschlag in Höhe von 3000 Euro gegeben, was der Stadt Klötze jedoch zu teuer erschien, wie Fuchs ausführte.

Gerhard Glaue verwies zudem auf die Buswendeschleife eingangs des Weges zum Stausee, die befestigt werden solle. „Darüber reden wir doch auch schon seit zig Jahren“, wandte Manfred Hille ein. „Es gab sogar schon mal einen Notar-Termin. Aber dann hat sich doch alles zerschlagen“, erinnerte sich Fuchs.

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Weitere Gedanken machen

Als dritten Punkt nahm der Ortschaftsrat einen Radweg nach Klötze in seine Liste auf. „Ringsherum gibt es keinen Radweg. Nicht nach Breitenfeld, nicht nach Zichtau und auch nicht nach Klötze. Wir sind von der Außenwelt total abgeschnitten“, ärgerte sich Glaue, für den ein Radweg nach Klötze in jedem Fall Sinn ergäbe. Denn: „Klötze ist nun mal die Zentrale.“ Und er würde sich am Wochenende gerne mal auf das Fahrrad setzen, um nach Klötze zu fahren und dort zum Beispiel ein Eis zu essen. Auch in Bezug auf den Radweg nach Klötze entsann sich Fuchs, dass dieser bereits in den 1990er Jahren ein Thema gewesen sei. Damals habe es durchaus positive Signale gegeben. Heute dürfte das nicht mehr der Fall sein, „aber wenn wir nichts sagen, geschieht auch nichts“, war sich der Ortschaftsrat einig.

Abschließend bat Helmut Fuchs seine Ratskollegen, sich bis zur nächsten Zusammenkunft weitere Gedanken über die Wunschliste zu machen.