Neuferchau l Auf dem Neustädter Friedhof in Klötze stehen sie schon seit einiger Zeit, ebenso auf dem Friedhof in Kunrau: Urnen-Stelen haben sich schon mancherorts in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze als Alternative zum klassischen Erdgrab etabliert.

Errichtet werden soll eine solche Stele nun auch auf dem Friedhof in Neuferchau. Insgesamt zehn Plätze für Urnen, jeweils drei an den Außenseiten sowie vier in der Mitte, soll diese bieten. In ihrer jüngsten Sitzung berieten die Mitglieder des Neuferchauer Ortschaftsrates, an welcher Stelle auf dem Gelände eine solche Stele stehen könnte. Um sich einen genauen Überblick zu verschaffen, trafen sie sich auf dem Friedhof. „Ich hätte gern ein Votum von Ihrer Seite“, sagte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels, der auch den Posten des Neuferchauer Ortsbürgermeisters ausfüllt, zu den Mitgliedern des Gremiums. Zu dem Vor-Ort-Termin waren außerdem einige Neuferchauer erschienen, die sich über die Pläne informieren wollten.

Keine Pflege nötig

Zwei mögliche Standort-Varianten wurden diskutiert. Ein Vorschlag lautete, die Stelen links neben der Trauerhalle zu errichten. Die zweite Möglichkeit wäre, eine Wiese vor einem Familiengrab zu nutzen. Diese freie Fläche befindet sich auf der linken Seite des Friedhofes.

Dass die Urne 20 Jahre in der Stele verbleibt, erfuhr eine Einwohnerin auf Nachfrage. Angehörige müssten sich nicht um die Pflege kümmern. Aus der Runde vor Ort hieß es unter anderem, dass eine solche Stele schöner sei als eine anonyme Bestattung auf der grünen Wiese.

Arbeiten an der Trauerhalle

Nachdem sich die Ortschaftsräte auf dem Friedhof umgeschaut hatten, setzten sie die Sitzung gleich darauf im Ortsbüro fort. Thema war auch dort der örtliche Friedhof. Auf diesem hat sich in jüngster Zeit so einiges getan, wie es hieß. So konnte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels dem Gremium berichten, dass Sanierungsarbeiten an der Trauerhalle vorgenommen wurden. Im Außenbereich sei der Sockel abgedichtet worden, innen seien feuchte Stellen beseitigt und somit der Schimmelbildung vorgebeugt worden. Nun biete die Trauerhalle wieder einen guten Anblick, so der Bürgermeister. Man hoffe, dem Problem mit der Feuchtigkeit entgegenwirken zu können. Unter anderem sei die Entwässerung im Bereich des Abstellraumes geändert worden, um das Wasser wegzuleiten. Im Bereich der Entlüftung sowie am Dachkasten müssten noch Arbeiten vorgenommen werden, so Bartels.

Im Außenbereich sei darüber hinaus der starke Bewuchs zurückgeschnitten worden. „Probleme bereitet der Ablauf vor dem Friedhof“, nannte Uwe Bartels eine Schwachstelle, die noch in Angriff genommen werden soll. Die betroffene Stelle hatten sich die Mitglieder des Ortschaftsrates bei ihrem Friedhofstermin zuvor ebenfalls angeschaut. „Die Sickerschächte sind übersandet“, wusste der Bürgermeister. Besonders nach Starkregen würde es häufig eine Woche dauern, bis das Wasser wieder verschwunden sei. Als Vorschlag wurde genannt, eine Mulde zu schaffen, in die das Wasser abgeleitet werden kann. An welcher Stelle auf dem Friedhof nun die neue Urnen-Stele aufgestellt wird, wurde im öffentlichen Teil der Sitzung nicht beschlossen.