Oebisfelde l Da ein Verbrennen von Gartenabfällen seitens des Landkreises untersagt ist, bleibt nur der Weg zur Kleinannahmestelle oder kurzfristig zum Osterfeuerplatz. Keine Frage, dieses Verbot Gartenabfälle zu verbrennen, sorgt bei vielen Bürgern in der Stadt Oebisfelde – und nicht nur dort – zu nicht abschwellenden Diskussionen. Auch Bewerber für den Landratsposten nutzen das Thema für ihren Wahlkampf. Doch es hilft zumindest für das nahe Frühjahr nichts, Verbrennen bleibt verboten.

Nun hat seit dem 1. März wieder die Kleinannahmestelle am Breiten Weg in Oebisfelde geöffnet. Dorthin kann jede Person, die möchte, ihre Gartenabfälle, also auch Sträucher, Gebüsch und Geäst, für ein geringes Entgelt anliefern. Was nun als erfreuliche Erweiterung hinzukommt, sind ab kommenden April erweiterte Annahmezeiten, wie aus dem Rathaus zu erfahren war. Gleich nach Ostern soll die Kleinannahmestelle dienstags von 8.30 bis 17 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 17 Uhr, freitags von 8.30 bis 16 Uhr und sonnabends von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet sein. Eine offizielle Bestätigung durch die Abfallbehörde in Wolmirstedt steht allerdings noch aus.

Diese Zunahme der Annahmezeiten kommt durch die verstärkte Inanspruchnahme der Bürger zustande, wobei im vergangenen Jahr die Anlieferungen eher verhalten anfielen.

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Klare Bestimmungen für Feuer

Wenn auch die Anlieferung von Buschwerk in diesem Jahr zu einem imposanten Haufen geführt hat, so wird eine große Menge an Astwerk, Gesträuch und Gestrüpp zu den jeweiligen Osterfeuerplätzen angeliefert werden. Es ist nun einmal Brauchtum, dieses Osterfeuer in Stadt und Land. Doch es bestehen eindeutig definierte Richtlinien für solche Plätze und für das Abbrennen selbst. So müssen diese Abbrennplätze wie auch das Osterfeuer beim Ordnungsamt der Stadt spätestens zehn Tage vor dem Entzünden angemeldet werden. Es gelten festgelegte Abstände zu Gebäuden und Waldstücken und die öffentliche Sicherheit darf nicht durch widrige Witterungsverhältnisse gefährdet sein.

Wohl einer der wichtigsten Hinweise ist der, dass für das Brauchtumsfeuer zur Osterzeit gilt, erst maximal 14 Tage vor dem Entzünden den Haufen aufzuschichten. Und: Nur Baum-, Strauch- und Heckenschnittgut dürfen für Osterfeuer verwandt werden. Damit ist eindeutig ausgesagt, dass Möbel, lackiertes Holz, Bauholz oder mit Flüssigkeiten getränktes Holzmaterial nichts in einem Osterfeuerhaufen zu suchen haben.