Klötze l „Back to the roots“, zurück zu den Wurzeln. So kann die Rückkehr von Kristin Sälzer nach Klötze beschrieben werden. Denn die Ur-Klötzerin, die in Salzwedel geboren wurde, ist seit Jahresanfang neue Leiterin der Klötzer Außenstelle des Salzwedeler Polizeireviers und tritt die Nachfolge von Michael Pleuß an, der sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedete.

„Dass ich noch einmal nach Klötze zurückkehre, hätte ich nicht gedacht. Als ich auf die Stelle angesprochen wurde, war ich sofort begeistert“, betonte die 45-Jährige im Gespräch mit der Volksstimme.

Anderen Menschen helfen

Dabei begann ihre Polizeilaufbahn 1996 in Klötze. Polizistin war für die verheiratete Frau nach dem Abitur in Beetzendorf der Traumberuf. „Ich wollte immer anderen Menschen helfen. Dieser Grund war für die Berufsentscheidung maßgebend“, begründete sie die Entscheidung für den Job in Uniform. So ging es nach der Hochschulreife auch gleich an die Ascherslebener Polizeischule zur Ausbildung. Schon damals war der Polizeiberuf für die junge Frau, die viele Klötzer noch unter ihrem Geburtsnamen Fäseke kennen, keine Ausnahme. Denn in ihrer Ausbildungsklasse waren 50 Prozent weibliche Anwärter.

Auch wenn Kristin Sälzer nicht mehr in Klötze lebt, hat sie viele Jahre in der Purnitzstadt verbracht und möchte die unzähligen Kontakte zu den Einwohnern auch in ihrem neuen Job gemeinsam mit den anderen zehn Polizisten der Salzwedeler Außenstelle nutzen, um für Ordnung und Sicherheit in der Kleinstadt zu sorgen.

Brennpunkte der Großkommune im Fokus

Dazu sucht sie in den kommenden Tagen den Kontakt zu den Entscheidungsträgern in der Kommune. So steht unter anderem ein Besuch im Rathaus beim Bürgermeister und beim Hauptamtsleiter auf dem Programm. Aber auch die Schulen und anderen Einrichtungen der Großkommune möchte die Polizeiobermeisterin in Zukunft aufsuchen und mit ihnen gemeinsam erfolgreich kooperieren. Auch wenn Kristin Sälzer die Klötzer Polizeiaußenstelle leitet und jede Menge Bürokratie dabei bewältigen muss, will sie auch im Streifendienst in verschiedenen Schichten arbeiten. Denn die Arbeit an der Basis ist ihr sehr wichtig, um einen Überblick zu haben, was sich in der Einheitsgemeinde abspielt. Dabei hat sie die Brennpunkte in Klötze mit dem Busbahnhof sowie den Schmierereien an Schulen und anderen Häusern im Fokus. Mit ausreichend Polizeipräsenz möchte sie zusammen mit ihren Kollegen die Täter ermitteln und stellen. Im Oktober wartet dann mit dem Martinimarkt die große Bewährungsprobe auf die neue Klötzer Polizeichefin.

Kristin Sälzer hofft dabei, dass die zweite Regionalbereichsbeamtenstelle in Klötze bis dahin wieder besetzt ist. Nach dem Ausscheiden von Michael Pleuß ist momentan Meike Borchert-Schulz allein in der Großkommune unterwegs.

Stationen in Mieste und Diesdorf

Bevor Kristin Sälzer im Januar nach über zwölf Jahren wieder nach Klötze zurückkehrte, war sie zunächst Stationsleiterin in Mieste und dann in Diesdorf und zum Schluss als Regionalbereichsbeamte in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf tätig. Mit diesen Erfahrungen im alltäglichen praktischen Dienst will sie auch in Klötze dafür sorgen, dass in der Purnitzstadt rund um die Uhr Polizeipräsenz herrscht.