Klötze l Hinter Christian Hundt liegt das erste Jahr als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Altmark West in Klötze. Er hatte den Posten am 1. Oktober 2014 von Waltraud Zander übernommen. Zuvor war er als Industriekaufmann tätig. „Der Wechsel war die richtige Entscheidung“, bilanziert Hundt nach seinen ersten 14 Monaten beim DRK. Denn: „Mir gefällt die Arbeit mit Menschen für Menschen.“ Eine Reihe von Maßnahmen und Ideen hat er schon angeschoben beziehungsweise ungesetzt. Beispielsweise, so erzählt er im Gespräch mit der Volksstimme, werde derzeit ein völlig neues Layout für die Internet-Seite des DRK entworfen. Im nächsten Jahr solle die Homepage fertig sein.

Weit gediehen seien auch die Renovierungsarbeiten im DRK-Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstraße in Klötze. Zum einen habe der Umzug der Sozialstation in die früheren Räume der Leitstelle erfolgreich abgeschlossen werden können. Zum anderen würden Wände und Fußböden in diversen Büros der ersten Etage in neuem Glanz erstrahlen. Nur das Besprechungszimmer fehle noch. Und auch die Küche solle auf Vordermann gebracht werden. „Außerdem haben wir einen neuen Server bekommen“, berichtet Hund. „Die Sozialstation arbeitet schon damit. Er dient zur Datensicherung und zur Verbesserung der internen Kommunikation.“

Außerhalb von Klötze habe man das Dach des Kinderhofes in Ortwinkel repariert. Dort sei zudem eine neue Tagesgruppe mit fünf Plätzen gegründet worden.

Zahl der Mitarbeiter ist konstant

Konstant, so informierte Hundt, seien die Zahlen der hauptamtlichen Mitarbeiter (rund 70), der ehrenamtlichen Mitarbeiter (zirka 30) sowie der Mitglieder (etwa 500) geblieben. „Wir wünschen uns aber noch mehr Mitglieder.“ Schließlich würden die Beiträge, die frei wählbar seien, dafür eingesetzt, um das Ehrenamt in den Bereichen Erste Hilfe, Kleiderkammer, Blutspende, Wasserwacht und Seniorentanzgruppe Beetzendorf zu unterstützen. „Um weitere Mitglieder zu bekommen, wollen wir weiter die Werbetrommel rühren“, kündigt Hundt an. Außerdem solle für die Mitglieder vielleicht ein Sommerfest ausgerichtet werden.

Für 2016, so blickt der Geschäftsführer voraus, sei noch dazu angedacht, die Außenanlagen des Kinderheims in Apenburg sowie der Tagesgruppe in Klötze anders zu gestalten, um die Spielmöglichkeiten zu optimieren. Des Weiteren sollen die Fahrzeuge in Apenburg sowie in Ortwinkel ersetzt werden. Ansonsten seien keine größeren Investitionen geplant.

Ein Punkt, der Hundt etwas Sorgen bereitet, ist das Personal. „Da drückt der Schuh“, sagt er. So werde für Ortwinkel und Apenburg je ein/e Erzieher/in gesucht. „Hier befinden wir uns im direkten Wettbewerb mit dem öffentlichen Dienst“, weiß der DRK-Geschäftsführer. Zumindest in finanzieller Hinsicht solle es eine Annäherung geben. „Dazu haben schon Verhandlungen mit Verdi stattgefunden. Es ist zwar noch nichts unterschrieben, aber wir sind auf einem guten Weg“, meint Hundt.

Fusion ist vom Tisch

Einstweilen werde versucht, Personen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK ableisten, eine Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin schmackhaft zu machen. „In einem Fall ist uns das schon gelungen“, freut sich Hundt.

Bereits klar sei, dass die Buchhaltung in Klötze von zwei auf drei Mitarbeiter aufgestockt werde.

Überdies, so listet Hundt weiter auf, stelle sich der DRK-Kreisverband darauf ein, sich in puncto Flüchtlinge zu engagieren. „Unser Anspruch ist es, zu helfen, ohne nachzufragen.“ Bisher sei der „einzige Berührungspunkt“ die Kleiderkammer in Klötze, wo es ein geringfügig stärkeres Aufkommen gebe. Vonseiten der Stadt Klötze habe es aber noch keine Anfrage gegeben. Sehr wohl aber vom Jugendamt des Kreises. Und zwar, ob es für alleinreisende Kinder eventuell freie Plätze in Apenburg oder Ortwinkel gebe. Geprüft werde auch, ob die Kita in Weddendorf noch Kapazitäten habe. Hundt betont: „Vereinzelt dürfte das möglich sein, aber nicht für Gruppen von zehn bis 20 Kindern.“

Abschließend äußert sich der Geschäftsführer noch zu der diskutierten Fusion des DRK Klötze mit den Verbänden Salzwedel und Stendal. „Alle Verbände sind wirtschaftlich selbständig. Das Thema ist vom Tisch.“