Steimke l Bei der jüngsten Sitzung des Steimker Ortschaftsrates war der Saal eines der bestimmenden Themen. Zunächst wies Ortsbürgermeister Frank Kraskowski darauf hin, dass darin ein absolutes Rauchverbot herrsche. Später, in der Einwohnerfragestunde, bat Birgit Pfefferkorn im Namen der Gymnastikgruppe und des Seniorenvereins darum, für den Saal einen eigenen Schlüssel zu bekommen. „Momentan ist das nicht machbar“, entgegnete Ortschaftsrätin Katja Dierks.

So sollten sich die Dorfbewohner erst einmal grundsätzlich über den Saal unterhalten, weil die Sauberkeit und Ordnung oft zu wünschen übrig lasse. „Die Toiletten sehen saumäßig aus“, konstatierte Dierks. Außerdem, so hieß es, seien ohnehin schon zu viele Schlüssel im Umlauf.

Angesprochen wurde auch, dass aktuell niemand für den Saal verantwortlich sei und dass es nach der Saalnutzung keine richtigen Übergaben gebe. Folge: Ist der Saal dreckig, „dann will es keiner gewesen sein“.

Nicht immer wird kontrolliert

Ortsbürgermeister Frank Kraskowski erklärte, dass der Saal nur nach Nutzung von privaten Mietern geprüft werde, aber nicht, wenn sich darin die örtlichen Vereine aufgehalten haben. Das sei nämlich fast täglich der Fall. Im Anschluss daran jedes Mal eine Kontrolle durchzuführen, „würde ausufern“, war Katja Dierks überzeugt.

Aus den Reihen der Einwohner kam Kritik auf. Eine Frau meinte: „Morgen wollen hier Leute ihre Hochzeit feiern. Es kann doch nicht sein, dass die vorher erst überall putzen müssen. Ich würde damit eine Firma beauftragen und die Kosten der Gemeinde in Rechnung stellen.“

Daher, so lautete der Tenor, sei die Stadt Klötze, die Eigentümerin des Saales ist und demzufolge auch die Einnahmen kassiert, in der Pflicht, sich mehr als bisher um die Sauberkeit im Saal zu kümmern.

Ortschaftsrat dankt Helfern

Nach einigen Minuten beendete Kraskowski die Debatte. „Darüber könnten wir uns noch stundenlang unterhalten“, sagte er und verschob das Thema auf den Vereinsstammtisch, der am Tag nach der Sitzung des Ortschaftsrates erfolgen sollte.

Und so kam es auch. Beim Vereinsstammtisch brachte Kraskowski den Saal, wie angekündigt, erneut zur Sprache und regte einen Arbeitseinsatz an. Dieser ging am vergangenen Sonnabend in der Zeit von 9 bis 13 Uhr über die Bühne. Beispielsweise, so teilte Frank Kraskowski dazu mit, seien Fenster, Türen und Fußböden geputzt worden. Von der Beteiligung an der Aktion zeigte sich der Ortsbürgermeister angenehm überrascht. „Mir war wichtig, dass die Vereine mitmachen.“

Auch der Ortschaftsrat sei bei der Reinigungsaktion komplett vertreten gewesen. Der Dank geht an alle Helfer. „Unser Ziel“, so gab Kraskowki die Parole aus, „sollte es jetzt sein, regelmäßig einen Arbeitsein­satz durchzuführen.“