Schnelles Internet für alle

Sämtliche Haushalte in Immekath und Kusey können ans Glasfasernetz angeschlossen werden

Aktuell kommen in Immekath die Rohre für das neue Glasfasernetz des Zweckverbands Breitband Altmark in die Erde. Neu ist, dass nun für alle Haushalte ein Anschluss möglich ist. Der Netzbetreiber DNS Net will den Ausbau auf eigene Rechnung übernehmen – wenn sich ausreichend Interessenten finden. Gleiches gilt für Kusey.

Von Tobias Roitsch
In Immekath sollen auch die Haushalte, die eigentlich nicht vom geförderten Ausbau des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) profitieren könnten, einen Anschluss an das  Glasfasernetz erhalten. Der Anbieter DNS Net hat sich bereit erklärt, den Ausbau eigenwirtschaftlich umzusetzen. Wenn es genügend Interessenten gibt.
In Immekath sollen auch die Haushalte, die eigentlich nicht vom geförderten Ausbau des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) profitieren könnten, einen Anschluss an das Glasfasernetz erhalten. Der Anbieter DNS Net hat sich bereit erklärt, den Ausbau eigenwirtschaftlich umzusetzen. Wenn es genügend Interessenten gibt. Foto: Tobias Roitsch

Immekath

Viele Dörfer in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze sind geteilt in schwarze und weiße Flecken. Das sorgte in jüngster Vergangenheit immer wieder für Diskussionen und Unverständnis bei den Einwohnern. Denn Haushalte, die sich auf einem schwarzen Fleck befinden, hatten keine Chance, an das neue Glasfasernetz angeschlossen zu werden, das der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) derzeit in vielen Orten errichtet. Schwarz bedeutet, dass ein förderfähiger Ausbau nicht möglich ist. Das funktioniert nur in weißen Flecken. Bislang.

In den beiden Dörfern Immekath und Kusey spielt die Farbe auf der Karte nun keine Rolle mehr. Jeder, der will, kann sich dort an das neue Netz anschließen lassen. Verkündet wurde diese Neuigkeit am Donnerstagabend während der Sitzung des Immekather Ortschaftsrates. Zu Gast war bei der Zusammenkunft auch ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge, der die Hintergründe erklärte. Der Netzbetreiber DNS Net werde den Ausbau auf eigene Rechnung dort übernehmen, wo ein geförderter Ausbau nicht oder nur teilweise möglich ist. Immekath sei nun einer der ersten Orte, in denen das passieren soll. „Der Ausbau ist im Gange, die Bürger können aufspringen“, sagte Kluge mit Blick auf das Dorf.

Dafür müssen allerdings genügend Einwohner ihr Interesse an einem Anschluss bekunden. Ein Ausbau in den schwarzen Flecken erfolge nur dann, wenn eine bestimmte Quote erreicht wird, damit sich der Aufwand rechnet. Bis Ende Mai müssten ausreichend Vorverträge vorliegen, wie es hieß. „Wenn nicht, ist die Chance weg“, machte Andreas Kluge deutlich.

Neue Verträge sind auf dem Weg

„Wir sollten schnellstmöglich handeln und bis zum 1. Juni alles in Sack und Tüten haben“, betonte Immekaths Ortsbürgermeister Peter Gebühr. In rund 14 Tagen sollen die neuen Vertragsvordrucke bei ihm eintreffen. Die Zeit werde trotzdem reichen, war sich der Ortsbürgermeister sicher.

Einwohner könnten ihr Interesse ja jetzt bereits bekunden. Wer das Angebot nutzen möchte, könne sich bei Peter Gebühr oder den anderen Mitgliedern des Ortschaftsrates melden, teilte der Ortsbürgermeister mit.

In vielen Dörfern könne der Ausbau nur in Teilen erfolgen, erklärte Kluge. So auch in Immekath, wo es hauptsächlich im Ortskern viele nicht förderfähige schwarze Flecken gibt. Zur Veranschaulichung wurden Karten ausgeteilt. Ein förderfähiger Ausbau erfolgt in den Randgebieten.

Man habe alles versucht, um gegen die Teilung in schwarze und weiße Flecken anzukommen. Doch die Aussage sei gewesen, dass im Immekather Ortskern bereits eine ausreichende Internet-Versorgung bestand, so Andreas Kluge.

Trotzdem habe der ZBA sein Netz durch Immekath gebaut, der Geschäftsführer sprach dabei von einer Lebensader. Ziel sei es, dem privaten Markt einen attraktiven Einstieg zu ermöglichen. Über den geplanten privaten Ausbau habe er mit mehreren Anbietern gesprochen, sagte Kluge. Gewonnen habe er die DNS Net, die seit Beginn Partner des ZBA ist.