Beetzendorf l Ziemlich kurzfristig hat die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf davon erfahren, dass sie Fördermittel über das „Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ des Bundes für ihre Kitas beantragen kann. „Bis zum 8. September sollten die Anträge samt Konzept und Finanzierungsplan eingereicht werden“, berichtete VG-Bürgermeister Michael Olms im Rat. Die Verbandsgemeinde habe sich aber erst beim Altmarkkreis kundig machen müssen, was für Unterlagen für die Beantragung notwendig sind. In Windeseile seien die Anträge dann erstellt und vom Kreis an das Landesverwaltungsamt weitergeleitet worden.

Gefördert werden sowohl der Neu-, Aus- und Umbau als auch die Sanierung, Renovierung und Ausstattung von Kindereinrichtungen für Mädchen und Jungen von der Geburt bis zum Schuleintritt. „Und zwar zu 90 Prozent, so dass für uns nur ein relativ kleiner Eigenanteil übrig bleibt“, erläuterte Michael Olms. Das Geld stellt der Bund den Ländern und Gemeinden aus seinem Sondervermögen Kinderbetreuungsausbau zur Verfügung. Für Sachsen-Anhalt sind das immerhin 27,8 Millionen Euro.

Jübar, Kuhfelde, Rohrberg, Abbendorf

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Investition der Schaffung oder Ausstattung zusätzlicher Betreuungsplätze dient oder es sich um eine Erhaltungsmaßnahme handelt, ohne die Betreuungsplätze wegfallen würden. Letzteres trifft beispielsweise auf die von der VG geplante Brandschutzertüchtigung der Kindereinrichtungen zu.

„Für vier Kitas liegen bereits fertige Brandschutzkonzepte vor, für weitere sieben werden sie erarbeitet“, berichtete der Bürgermeister. Die Kindertagesstätten in Jübar, Kuhfelde, Abbendorf und Rohrberg könnten als erste in den Genuss von Fördermitteln kommen. Für sie wurden bereits Anträge auf Fördermittel aus dem Topf für 2018 gestellt, die mit konkreten Kostenzahlen untermauert sind. Der Gesamtumfang der Investitionen beträgt 185.000 Euro, wobei die VG bei einer Bewilligung lediglich 20.000 Euro Eigenmittel berappen müsste. Im Haushalt für nächstes Jahr sollen die Mittel bereits eingestellt werden.

Fortsetzung 2019

Vorgesehen ist, dass die Einrichtungen in Altensalzwedel, Bonese, Bornsen und Winterfeld 2019 an der Reihe sind, die Kitas in Ahlum, Mehmke und Tangeln dann 2020. Insgesamt rechnet die Verbandsgemeinde mit Kosten von rund 436 000 Euro. „Ohne Nebenkosten etwa für notwendige Maler- oder Elektroarbeiten“, stellte Olms klar. 392.000 Euro könnten aus dem Fördertopf zurückfließen, so dass sich der Eigenanteil der VG lediglich auf 43.000 Euro belaufen würde. „Wir mussten schnell handeln, da eine Nachbeantragung nicht möglich ist“, informierte der Bürgermeister die Mitglieder des Verbandsgemeinderates.