Klötze l 2016 hat Claus Platte bei den Klötzer Schützen das Ruder übernommen und den Verein nach stürmischen Zeiten wieder in ruhiges Fahrwasser geführt. Schon damals deutete er aber an, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters baldmöglichst wieder von Bord gehen zu wollen. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Vereinsheim an der Schwiesauer Chaussee wurde der Generationenwechsel vollzogen. 30 der 64 Mitglieder waren anwesend.

Grundstein für Entwicklung

„Die heutige Versammlung soll ein Grundstein für die weitere Entwicklung des Vereins sein“, sagte Platte und erwähnte schon in seinem zweiten Satz, dass er das Feld nun jüngeren Leuten überlassen möchte. „Sie sollen die Zukunft des Vereins gestalten.“ Platte, 78 Jahre alt und seit 1992 im Verein, ließ erkennen, dass er sich zur alten Garde des Klötzer Schützenvereins zählt. „Wir werden unsere Erfahrungen gerne weitergeben, aber die Jungen müssen auch selbst Erfahrungen sammeln“, unterstrich Platte.

In seinem letzten Bericht als Vorsitzender blickte er unter anderem auf das 26. Neujahrsschießen am 13. Januar und das 28. Schützenfest am 9. Juni zurück. Das Neujahrsschießen war mit 139 Teilnehmern „wieder ein Erfolg“, während es beim Schützenfest einige Veränderungen gab. So wurde auf einen Umzug durch die Stadt verzichtet und die Feier fand auf dem Vereinsgelände statt. Zwar wurde die „lockere und ungezwungene Atmosphäre“ allseits gelobt, bedauerlich war aber, dass nicht mal die Hälfte der Mitglieder am Schützenfest teilnahmen. „Das muss sich in Zukunft ändern“, machte Platte deutlich. Ansonsten, so hieß es von ihm, war das Jahr von zahlreichen Arbeitseinsätzen geprägt, um die Auflagen des Kreises zu erfüllen. Bis Oktober, so informierte der scheidende Vorsitzende, soll alles erledigt sein.

Wer fehlt, muss zahlen

Seinen Dank richtete er an Jens Körtge, der sich zuletzt mit Unterstützung von Brunhilde Jaskowiak um die Finanzen gekümmert hatte. In seine Fußstapfen war, auf Beschluss des Vorstandes, einstweilen Claudia Schneider-Maihack geschlüpft. „Sie ist ein Gewinn für uns, weil sie eine Fachfrau ist“, lobte Platte und teilte mit, dass der Schützenverein bei den Krediten aufatmen kann, da die Stadt Klötze für die Reparatur des Daches vom Schützenheim einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro gewährt hat.

Neben Claus Platte - und Jens Körtge - schied auch der 2. Vorsitzende Uwe Schiller aus dem Vorstand aus. Für beide gab es Blumen. Unter der Regie von Ralf Schiller fand die Neuwahl des Vorstandes und erweiterten Vorstandes statt. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Robert Maihack gewählt. Sein Vize ist Thomas Bernhard. Claudia Schneider-Maihack bekleidet nun auch offiziell den Posten der Schatzmeisterin. Schriftführerin bleibt Brunhilde Jaskowiak, Jan Boeck ist weiterhin Schießsportleiter.

Gespräche führen

Außerdem beschloss die Runde eine Neufassung der Satzung. Diese sieht unter anderem vor, dass die Mitglieder eine Strafgebühr zahlen müssen, wenn sie unentschuldigt dem Schützenfest fernbleiben.

Das Schlusswort gebührte dem neuen Schützen-Chef Robert Maihack. Er kündigte an, den Klötzer Schützenverein „weiter nach vorne“ bringen zu wollen. Zunächst sollen die Maßnahmen auf dem Schießstand beendet werden, damit die Arbeit getan ist und die Schützen endlich wieder ihrem Hobby nachgehen können. Dass es in den vergangenen Monaten so viele Arbeitseinsätze gegeben hat, lag laut Maihack vor allem an der mangelhaften Beteiligung. „Da müssen wir gemeinsam was reißen und nicht durch Abwesenheit glänzen“, mahnte auch Thomas Bernhard. Er bat darum, dass untereinander Gespräche geführt werden, „damit hier nicht immer die gleichen Gesichter zu sehen sind“.