Klötze/Oebisfelde/Beetzendorf l Die Sommerferien sind vorbei, der Ernst des Lebens hat begonnen. Zur Feier des Tages zeigte sich der Sommer am Donnerstag, wie schon seit Wochen, von seiner allerbesten Seite, die für manche Menschen aber allmählich zur Belastung wird. Die Hitze macht nach landläufiger Meinung schlapp und unkonzentriert - nicht gerade die besten Voraussetzungen für den Schulstart. In Klötze und Umgebung beispielsweise kletterte das Quecksilber bereits um 11 Uhr morgens auf 27 Grad. Die Schulen reagierten, die Volksstimme hörte sich um.

Hitzefrei in Kusey

„Eine Kollegin hat gerade erzählt, dass es im Obergeschoss 32, 33 Grad sind, da ist Lernen nicht effektiv“, sagte die stellvertretende Grundschulleiterin Sandra Trikaliotis. Folge: Ab 11.40 Uhr gab es hitzefrei. „Jetzt ist Schluss“, unterstrich Trikaliotis kurz danach im Gespräch mit der Volksstimme. Kinder, die alleine gehen dürfen, wurden auf den Heimweg geschickt, für die anderen wurde bis zum Beginn des Hortes oder der Abfahrt des Busses die Betreuung gewährleistet. „Kein Kind wird alleine gelassen“, betonte die stellvertretende Schulleiterin, die sich selbst nach Schatten sehnte.

Alles ganz normal in Kunrau

„Der Unterricht findet ganz normal statt. Wir sind keine Schule mit verkürzten Öffnungszeiten“, machte Grundschulleiterin Britta Hebler deutlich, auch mit Hinblick auf den Hort, der erst um 14 Uhr anfange. Hitzefrei gab es für die Kunrauer Grundschüler also nicht. Allerdings, so fügte Hebler hinzu, orientiere man sich wohl an der Witterung. Bedeutet: Bei hohen Temperaturen würden die Stunden verkürzt und die Pausen verlängert. Lerngruppen und einzelne Klassen dürften sich gegebenenfalls im Freibad erfrischen. Freuen darf sich die 3. Klasse, für die dort am Montag der Schwimmunterricht starte, wie Hebler informierte.

Verkürzte Stunden in Klötze

In der Grundschule Klötze hatten sich morgens schon einige Eltern nach der Verfahrensweise erkundigt, wie Schulsekretärin Anke Dörwald sagte. Sie wusste: „Wenn es um 11 Uhr 26 Grad sind oder mehr, kann der Unterricht nach der fünften Stunde beendet werden.“ Genau von dieser Möglichkeit machte die Grundschule Klötze Gebrauch. Ab 11.15 Uhr konnten die Kinder von ihren Eltern abgeholt werden, für die anderen wurde die Betreuung bis zur Abfahrt des Busses oder bis zum Beginn des Hortes abgesichert. Geplant sei, so Dörwald, dass es ab Montag in der dritten und vierten Stunde zur Abkühlung ins Freibad gehe.

Bereits um 12.15 Uhr endete der Unterricht an der Klötzer Sekundarschule Dr. Salvador Allende für die 264 Schüler. Aufgrund der Hitze wurde jede Unterrichtsstunde auf 30 Minuten verkürzt, wie Schulleiterin Iris Jokisch auf Nachfrage mitteilte. Es sei versucht worden, auch in den kurzen Pausen raus an die frische Luft zu gehen. Das Gebäude sei nach den Ferien aufgeheizt gewesen. Mit Bestätigung der Eltern durften die Schülerinnen und Schüler mittags nach dem früheren Unterrichtsschluss nach Hause gehen. Alle anderen Sekundarschüler wurden in der Schule betreut. An der Regelung der verkürzten Stunden soll in den kommenden Tagen weiter festgehalten werden, sagte Iris Jokisch. Man könne nur immer von Tag zu Tag entscheiden, alle Fächer würden so aber abgedeckt.

Aufgeheizte Räume in Beetzendorf

„Auch bei uns ist es schön warm“, meinte Beetzendorfs Gymnasiums-Leiter Hartmut Palutke auf Volksstimme-Nachfrage leicht ironisch. Die Räume hätten sich so aufgeheizt, dass man den Unterricht für alle Klassen kurzerhand verkürzt habe. Somit konnten die Schüler am ersten Unterrichtstag früher nach Hause.

In der Beetzendorfer Sekundarschule verlief der Schulstart dagegen „ganz normal“. Bis zur sechsten Stunde wurde regulär unterrichtet, war dort zu erfahren. Dagegen konnten die Grundschüler in Jübar früher als geplant Stift und Schulheft aus der Hand legen. Hier war wegen der großen Hitze bereits um 11 Uhr Schluss.

Fortsetzung in Oebisfelde

In der Grundschule An der Aller endete der Unterricht um 12.15 Uhr, die sechste Stunde fiel also aus, teilte Schulleiterin Ulrike Eggers mit. Mit Rücksicht auf die Schüler wurde der Unterricht von der Lehrerschaft zudem individuell gestaltet. So soll auch in den kommenden Tagen verfahren werden. In der Grundschule Drömlingsfüchse herrschten schon früh Raumtemperaturen von bis zu 30 Grad Celsius, wie von Schulleiterin Melanie Lutze zu erfahren war. Um 11.15 Uhr war mit dem Unterricht Schluss, also nach der vierten Stunde. Sollte es so heiß bleiben, dann gilt diese Regelung weiter.

In der Sekundar-/Gemeinschaftsschule Oebisfelde war ebenfalls nach der vierten Unterrichtsstunde, also um 11.15 Uhr, Feierabend. Abhängig von der Witterung soll dieses Prozedere beibehalten werden, hieß es von Schulleiterin Kerstin Grimm-Neubauer.