Sanierung beendet: Westseite des Turmes der Katharinenkirche neu verfugt

Sechs Meter über dem Erdboden geht das Geld aus

Von Jens Pickert

Der Zahn der Zeit nagt mächtig am Turm der Katharinenkirche. Vor allem die Westseite des Turmes muss als Wetterseite einiges über sich ergehen lassen. Aber auch Tauben, die durch defekte Fenster einfliegen und ihren Dreck hinterlassen, machen dem Turm zu schaffen. Mit der abgeschlossenen Sanierung der Westseite konnte nun erste Abhilfe geschaffen werden.

Oebisfelde. 67 000 Euro hat das Projekt gekostet. "Leider hat das Geld nicht für die komplette Westseite gereicht", informierte Gemeindekirchenratsmitglied Klaus Göring und konkretisierte: "Ab der Turmhaube ist das Bauerwerk neu verfugt worden. Bis zirka sechs Meter über den Erdboden. Dann ist uns das Geld ausgegangen"

Die Sanierungssumme sei von der Kirche alleine aufgebracht worden. Göring: "Die 67 000 Euro setzten sich aus Mitteln unserer Gemeinde nebst Spenden, des Kirchenkreises Salzwedel und der Landeskirche zusammen."

Neben dem Verfugen hatten die Sanierer auch die defekten Fenster im Visier. "Die Fenster waren im Prinzip das Hauptübel. Durch das eindringende Regenwasser kam es zu Auswaschungen. Hinzu kamen die Tauben mit ihrem Kot. Die Feuchtigkeit und der beißende Kot zusammen haben dem Holz im Turm arg zugesetzt. Es ging praktisch um die Substanz", betonte Göring.

Mit dem Verschließen der Fenster, nicht nur die der Westseite, konnte der Taubeneinflug nun gestoppt werden. Zum Einsatz sei dabei Lärchenholz gekommen. Außerdem hätten die Bauarbeiter auch Schieferplatten der zuletzt 1980 neu eingedeckten Turmhaube wieder befestigt beziehungsweise ausgewechselt.

"Mit der Arbeit sind wir zufrieden. Der Turm gibt mit seinen verschlossenen Fenstern und der Westseite wieder ein ordentliches Bild für die Stadt ab", erklärte das Kirchenratsmitglied.

Allerdings betonte Göring auch, dass diese Maßnahme nur der erste Schritt für die Sanierung der Oebisfelder Stadtkirche gewesen sei. "Natürlich soll möglichst zeitnah weiter saniert werden. Doch das ist auch immer eine Frage der Finanzen. Vielleicht sitzen beim nächsten Vorhaben neben der Kirche auch unsere Kommune und andere Geldgeber mit im Boot", gab Klaus Göring seiner Hoffnung ausdruck.