Wenze l „Bingo!“, ruft Elisabeth Trittel und lacht. Die Rentnerin aus Wenze ist die Erste, die eine ganze Zahlenreihe auf ihrem Spielblatt mit bunten Plättchen bedeckt hat. Der Applaus der anderen im Raum ist herzlich, als die Gewinnerin einen DRK-Kugelschreiber als Geschenk bekommt. Den hatte Tagesgruppenleiterin Anja Grabowski schon in Klötze in Geschenkpapier verpackt – genauso wie den Preis für das „Große Bingo“, den es für den Spieler gibt, der zuerst alle Zahlen auf seinem Blatt mit Plastikchips abgedeckt hat.

Aufmerksam lauschen die 17 Senioren und neun Kinder der DRK-Tagesgruppe sowie deren Erzieherinnen auf die Ansage von Ian. Der Junge hatte sich durch gutes Verhalten und andere Dinge das „Monatssternchen“ verdient und sich gewünscht, die Trommel mit den Kugeln drehen zu dürfen, auf denen Zahlen und Buchstaben stehen. Zu dem Job gehört auch, die Beschriftung der jeweils herausgedrehten Kugel vorzulesen. „B 53“, sagt Ian laut. Erzieherin Manuela Teichmann wiederholt noch einmal für alle. Freude bei denen, die eine Zahl abdecken dürfen, fiebriges Bangen bei denen, deren Kombination nicht genannt wurde. So geht es Dreh um Dreh, bis am Ende bei zwei Spielern nur noch zwei und schließlich ein Feld auf dem Spielblatt frei ist. Dann der Jubelruf von Luk: „Bingo!“ und ein strahlendes Lachen übers ganze Gesicht. Die Taschenlampe, die er als Geschenk bekommt, kann er demnächst bei der Übernachtung in der Tagesgruppe gut gebrauchen und den DRK-Beutel sicher auch.

Fortsetzung folgt

Als das Bingo-Equipment wieder verpackt ist, wird der große Wäschekorb ausgepackt. Darin haben die Tagesgruppen-Kinder ihre Lieblingsspiele mit nach Wenze gebracht, darunter Ligretto, Skipbo, Rommee, ein Steck- und Würfel-Spiel und auch „Mensch ärgere dich nicht“. Schnell finden sich unter den Senioren die passenden Spielpartner, teilen sich alle in Spielergruppen auf und haben dann wieder jede Menge Spaß. Berührungsängste hat keiner, schließlich kennen sich die meisten schon von den gemeinsamen Weihnachtsfeiern jedes Jahr.

„Der Spielenachmittag ist eine gelungene Premiere“, zieht Anja Grabowski ein Zwischenfazit. Und so steht gleich mal fest, „dass eine Fortsetzung folgt“. Heißt: Die Kinder kommen gerne wieder mal vorbei, wenn Annemarie Schulz, Erika Fehse, Hiltraud Molgedei, Bärbel Teitge und Adelheid Henze einen Seniorennachmittag organisieren. Dagegen, dass dieser wieder mit Getränken und Kuchen beginnt, haben sie nichts einzuwenden.