Klötze l 2008 ist die Klötzer Grundschule von ihrem alten Standort an der Wasserfahrt in die einstige Berufsschule an die Straße der Jugend gezogen. Es war der 13. September 2008, als die Purnitz-Schule offiziell eingeweiht wurde. Mit Fördermitteln in Höhe von mehr als einer Million Euro war das Gebäude zuvor umgebaut worden. Das ist zehn Jahre her und soll am Freitag, 21. September 2018, ab 15 Uhr auf dem Schulhof gründlich gefeiert werden. Allen Grund zum Feiern und zur Freude gab es aber schon am Mittwoch. So durften die Kinder den Spielplatz mit vielen neuen Geräten in Beschlag nehmen.

Kunststoff statt Holz

Wie Grundschulleiterin Dana Saalfeld informierte, waren etliche Spielgeräte schon ziemlich alt und gingen nach und nach kaputt. 2017 wurde das immer auffälliger. So manches Gerät wurde gesperrt und konnte von den Kindern nicht mehr genutzt werden. „Nach zehn Jahren war es an der Zeit, neue Geräte anzuschaffen“, berichtete Saalfeld. Daher, und mit Hinweis auf die Zehn-Jahr-Feier, wurde die Stadt Klötze 2017 gebeten, dafür die entsprechenden Gelder im Haushaltsplan für 2018 bereitzustellen. Und siehe da: die Kommune erfüllte den Wunsch. Jetzt findet sich auf dem Spielplatz eine Reihe neuer Geräte, allesamt aus recycelbarem Kunststoff, der wie Holz aussieht, aber robuster ist. Dieses Material spiegelt auch das Umweltbewusstsein der Klötzer Grundschule wider, wie Saalfeld erklärte.

Weiterhin berichtete sie, dass die neuen Spielgeräte rund 20.000 Euro gekostet haben. Samt Aufbau kommt man auf eine Summe von 25.000 Euro. Die Finanzierung übernahm die Stadt Klötze, „wofür wir sehr dankbar sind“, wie die Grundschulleiterin betonte.

Vorzeitiges Geschenk

Zu den neuen Spielgeräten gehören zum Beispiel ein sogenannter „Surfer“, eine Nestschaukel, eine Kletterwand mit Netz, diverse Klettertürme sowie Sitzgelegenheiten für die größeren Kinder. „Lange hat es gedauert, aber jetzt ist es soweit“, freute sich Saalfeld.

„In ein paar Tagen wird kräftig gefeiert“, blickte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels auf den 21. September voraus. „Wir wollten euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Deshalb erfolgt heute schon die Freigabe der Spielgeräte“, rief er den Kindern zu. Bartels sagte, dass die Spielgeräte aus Kunststoff sicher länger halten werden als jene aus Holz. Zum Dank für die städtische Unterstützung bekam er von den Grundschülerinnen Lea Banse und Lotta Peikert Blumen und Schokolade überreicht.

Die Ehre, das Band zum Spielplatz durchzuschneiden, gebührte den Grundschülern Paul Weimann, Elisa Brune und Nele Säwe. Nachdem sie ihr Werk vollbracht hatten, stürmten alle Kinder begeistert zu den neuen Spielgeräten, die mit Holz tatsächlich eine verblüffende Ähnlichkeit haben.