Klötze l Die Sanierung der Klötzer Hegefeldhalle wird schon seit einiger Zeit erwartet, doch passiert ist bislang nichts. Bei der Planung wurden zunächst Probleme mit der Statik bekannt, die ausgeräumt werden mussten. Dann kam es wegen allgemein steigender Preise und den Brandschutzauflagen zur Explosion der kalkulierten Baukosten. Ursprünglich waren für das Projekt 1,59 Millionen Euro veranschlagt, aus denen aber 2,31 Millionen Euro wurden. Deshalb musste zunächst die Finanzierungslücke geschlossen und ein weiterer Fördermittelantrag gestellt werden. Dann wurde die Sanierung für Mai 2020 angekündigt, allerdings ließ die Baugenehmigung auf sich warten, weshalb die Ausschreibung nicht auf den Weg gebracht werden konnte.

Der Baubeginn verschob sich aus den unterschiedlichsten Gründen immer weiter. Aber bald, im neuen Jahr, kann es losgehen, wie Hauptamtsleiter Matthias Reps im Pressegespräch informierte.

Sportgeräte werden eingelagert oder entsorgt

Am 2. Dezember, so sagte er, gab es eine Begehung in der Hegefeldhalle, an der unter anderem die Schulleiter teilnahmen. Dabei wurde geschaut, welche Geräte auch in Zukunft genutzt werden sollen. Diese Geräte bekamen einen Aufkleber und werden eingelagert. „Alles andere wird entsorgt“, teilte Reps mit. Dazu gehören auch die Kletterstangen, die nicht mehr verwendet werden dürfen, „um Diskriminierungen vorzubeugen“, wie der Hauptamtsleiter erfuhr. Einigkeit bestand auch darin, dass die alten Handballtore und Basketballkörbe ihren Zenit überschritten haben.

„Ab Januar kommt Bewegung rein“, versicherte der Hauptamtsleiter. Dann soll im Außenbereich der Hegefeldhalle Baufreiheit hergestellt werden. Unter anderem wird der alte Fahrradunterstand abgerissen, wie Reps sagte.

Einzelheiten sind der Ausschreibung, die im Internet veröffentlicht ist, zu entnehmen. Demnach soll das Gelände auf einer Fläche von 1450 Quadratmetern geräumt werden. Zudem wird für Strom, Beleuchtung und Wasser auf der Baustelle gesorgt.

Im Weiteren geht es unter anderem um den Abbruch von Asphalt, Betonplatten, Hausmeisterraum und Dacheindeckung. Darüber hinaus finden Erd-, Kanal-, Entwässerungs-, Pflaster- und Metallbauarbeiten statt, dazu Landschaftsbau. Neu hergestellt werden Feuerwehrstellplatz, Fahrbahn und Gehwege. Es sollen vier Bäume und eine Hecke gefällt werden. Bestandteil der Ausschreibung ist auch, dass Rasen ausgesät und zehn Kugelahorne gepflanzt werden. Dazu kommt eine neue Fahrradüberdachung.

Erste Ausbaustufe dauert bis April

Der Ausführungsbeginn ist auf den 15. Februar 2021 datiert. Die erste Ausbaustufe soll bis zum 25. April 2021 dauern. Die Fertigstellung der sonstigen Leistungen im Außenbereich wird für den 19. Dezember 2021 erwartet.

Ein weiteres Los wird die Halle selbst betreffen. Was dort gemacht werden soll, darüber hatte der Planer schon am 4. März im Stadtrat gesprochen. Beispielsweise soll der Sanitärtrakt entkernt und neu gestaltet werden. Vorgesehen sind getrennte Umkleiden für Frauen und Männer mit Toiletten und Duschen, dazu zwei separate Behinderten-WCs. Obendrein ist ein neues Konzept für die Entwässerung geplant.

Der Eingangsbereich der Halle soll ebenfalls neu gestaltet werden. Außerdem sind eine Teeküche, ein Sanitätsraum und ein Lehrerzimmer vorgesehen.

Um die Sicherheit der Sportler zu erhöhen, sollen die Ziegelsteinwände in der Halle mit einem Prallschutz ausgestattet werden. Weiterhin ist beabsichtigt, das alte Parkett zu entfernen und durch einen elastischen Boden auszutauschen. Halle und Sanitärtrakt sollen mit einer Fußbodenheizung ausgestattet werden. Die Elektrik wird komplett erneuert, die Außenwände sollen isoliert werden.

Gestartet wird die Sanierung aber mit den Arbeiten im Außenbereich. „Es geht vorwärts“, zeigte sich Matthias Reps erleichtert.