Heidi Warmbold arbeitete gestern in luftiger Höhe

Spruch am Fachwerkhaus hat an Aktualität nichts verloren

Von Jens Pickert

Heidi Warmbold, Grafikerin aus Weddendorf, befindet sich schon seit geraumer Zeit im Ruhestand. Doch gestern war ihr Können noch einmal gefragt. Und das in luftiger Höhe. In zirka fünf Metern Höhe trug sie an der Südseite des Fachwerkhauses der Familie Müller an der Langen Straße einen Spruch auf.

Oebisfelde. "Weil jedes Teil das andere stützt konnt ich Jahrhundert stehn – wenn jeder so dem Ganzen nützt wird keiner untergehn", ist seit gestern am Müllerschen Haus zu lesen.

Dieser Spruch ist auch im Burg- und Heimatmuseum auf dem großen Burghof zu lesen. Für die malerische Umsetzung zeichnete ebenfalls Heidi Warmbold verantwortlich.

Die Idee, den Spruch auch auf ein Fachwerkhaus in der Altstadt aufzubringen, hatte indes Ulrich Pettke, Vorsitzender des Heimatvereins. "Oebisfelde besitzt einige Fachwerkbauten. Diesen Spruch an ein Haus anzubringen, hat sich angeboten. Zudem ist er ein weiteres schönes Detail für unsere verschiedenen Führungen, und er ist nach wie vor aktuell", erläuterte Pettke. Schwierigkeiten mit den Besitzern des Hauses, Margrit und Jürgen Müller, gab es nicht. Beide sind ebenfalls Mitglieder im Heimatverein und stimmten dem Vorhaben sofort zu.

Schwierigkeiten hatte eher Heidi Warmbold. "Ein bisschen ungewohnt ist die Arbeit auf der schaukelnden Hebebühne schon. Doch für den Heimatverein mache ich das gerne", sagte die Weddendorferin. Der gestern Vormittag herrschende starke Wind versetzte nicht nur die Hebebühne in Schwingungen, sondern Malerin Warmbold hatte auch Probleme mit den flatternden Schablonen, und der Untergrund erwies sich für die Farbe als nicht gerade optimal.