Klötze l Wenn sich am 7. November 2018 der Stadtrat im Klötzer Rathaus trifft, dann geht es unter anderem um zwei Baumaßnahmen in der Klötzer Wasserfahrt. Zum einen ist vorgesehen, dass die gleichnamige Straße in einem vierten Bauabschnitt weiter ausgebaut wird, zum anderen soll eine Erschließungsstraße im neuen Wohngebiet „An den Kleingärten“ errichtet werden.

Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, befindet sich die Straße „An der Wasserfahrt“ seit Jahren in einem sehr schlechten Zustand. Die Oberflächen weisen nach jahrzehntelanger Nutzung starke Unebenheiten und Abnutzungserscheinungen auf. Der Unterbau ist unzureichend. Die Oberflächenentwässerung ist mangelhaft. Der vorhandene Regenwasserkanal besteht aus Betonrohren und Schachtbauwerken aus DDR-Produktion und weist diverse bauliche Schäden auf. Vorhandene Anschlüsse sind durchgehend nicht fachgerecht, die Rohrverbindungen sind undicht. Die Schachtbauwerke entsprechen ebenfalls nicht mehr den Anforderungen auf Dichtheit und bestehen aus unbeständigen Baustoffen. „Der Ausbauzustand der Fahrbahn und der Nebenanlagen entspricht also insgesamt nicht mehr den geltenden Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen“, heißt es in der Begründung.

Bushaltestelle bekommt neuen Standort

Im Rahmen der Maßnahme soll auch die bisher an der ehemaligen Kita vorhandene Bushaltestelle an die Fläche des abgerissenen Wohnblocks der Wohnungsbaugenossenschaft (Wasserfahrt 34 bis 38) versetzt und neu hergestellt werden.

Fazit: Aufgrund des schlechten Zustands der Fahrbahn und der Nebenanlagen ist zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Straße „An der Wasserfahrt“ ein grundhafter Ausbau erforderlich.

Derweil sollen auf dem Gelände der frühen Kinderkombination acht Baugrundstücke für Einfamilienhäuser entstehen. Der Stadtrat hat hierzu vor einigen Wochen den Billigungs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan beschlossen. Das Wohngebiet trägt einstweilen die Bezeichnung „An den Kleingärten“. Damit die Baugrundstücke erreichbar sind, soll hier eine neue Straße gebaut werden. Über den Namen der Straße soll sich der Klötzer Ortschaftsrat noch Gedanken machen.

316.000 Euro sind bewilligt

Laut Beschlussvorlage belaufen sich die Gesamtkosten für die beiden Maßnahmen auf zirka 1,024 Millionen Euro. Hinsichtlich der Finanzierung wird auf Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ in Höhe von 453.000 Euro gehofft, wobei 316.000 Euro bereits bewilligt worden sind. 345.000 Euro sollen aus Beiträgen kommen, womit für die Stadt ein Eigenanteil von 226.500 Euro verbliebe.