Apenburg l Was wäre das Apenburger Burgfest ohne die vielen Marktstände, die Laternen, Zäune und Kinderspielgeräte aus Holz? In all den Jahren, in denen das Mittelalter-Spektakel am ersten Septemberwochenende hunderte Besucher an die Alte Burg lockte, hat sich der Fundus immer mehr erweitert. Entsprechend groß ist der Platzbedarf, um die diversen Utensilien trocken und sicher zu lagern. Und genau das wird jetzt zu einem Problem.

Aus der Scheune, die bisher im Ort für die Lagerung zur Verfügung stand, müssen die Burgfest-Sachen bis zum Monatsende raus. Grund: Das Gebäude wurde verkauft und wird vom neuen Besitzer für eigene Zwecke benötigt. „Hier sind die meisten sperrigen Gegenstände bisher auf engstem Raum von 10,4 mal 3,95 Meter verstaut“, berichtete Burgfest-Organisator Andreas Schwieger, der zudem weiteres Material, darunter die besonders empfindlichen Stücke und Gerätschaften, in drei privaten Räumen bei sich zu Hause gelagert hat.

4,50 Meter Mindesthöhe

Bisher verlief die Suche nach einer neuen Lagermöglichkeit erfolglos. „Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf“, meinte Schwieger, der auf die Mithilfe der Apenburger setzt, „dem Burgfest ein neues Dach über den Kopf zu geben“. Ideal wäre ein Raum mit mindestens 4,50 Meter Höhe, um die vielen Stangen für die Marktstände platzsparend senkrecht aufstellen zu können.

Auch im Apenburg-Winterfelder Gemeinderat kam das Thema bereits mehrfach zur Sprache. Andreas Schwieger schlug den Bau eines Unterstandes an der Burg vor und reichte dafür bereits eine Skizze ein. Doch dieser Schuss ging nach hinten los. Da sich der Platz für den geplanten Unterstand im Außenbereich befindet, müsse nach Auskunft des Bauamtes eine offizielle Baugenehmigung mit dem gesamten dazu gehörigen bürokratischen Verfahren eingeholt werden, teilte Bürgermeister Harald Josten im Rat mit. „Da stellt sich die Frage, wer sich da vorspannt. Die Gemeinde?“, zeigte er sich skeptisch.

Vor-Ort-Termin geplant

Ratsmitglied Matthias Gomell wies auf die Unterstellhalle der Gemeinde neben der Schule hin. „Wenn wir da Ordnung rein bringen, ist vielleicht Platz für die Burgfest-Utensilien“, meinte der Recklinger. Bei einem Vor-Ort-Termin wollen sich die Gemeinderäte selbst ein Bild von den Möglichkeiten machen. „Schließlich wäre es ein Schildbürgerstreich, wenn wir etwas Neues bauen, obwohl dort vielleicht Platz ist“, erklärte Ratsfrau Ninett Schneider. Für Andreas Schwieger ist die Halle dagegen keine Lösung, da dort der Platz nicht reichen würde. Auch der Apenburger Peter Kintzel favorisiert einen Lagerort in Burgnähe, um die Transportwege kurz zu halten. „Das Burgfest ist unser größtes Kulturereignis, da müssen wir einfach eine Lösung finden“, mahnte er zur Eile.