Landtagswahl

Thomas Korell aus Klötze will sich mit ganzer Kraft für die Region einsetzen

Am 6. Juni wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Für die AfD tritt Thomas Korell aus Klötze als Direktkandidat im Wahlbereich 2 (Gardelegen-Klötze) an. Die Volksstimme stellt ihn vor.

Von Markus Schulze 25.05.2021, 12:29 • Aktualisiert: 25.5.2021, 12:29
Thomas Korell aus Klötze ist ein passionierter und erfolgreicher Kraftsportler. Für die AfD tritt er im Wahlbereich 2 als Direktkandidat an. Sollte er den Einzug in den Landtag schaffen, möchte er sich mit ganzer Kraft für die Menschen in der Region einsetzen.
Thomas Korell aus Klötze ist ein passionierter und erfolgreicher Kraftsportler. Für die AfD tritt er im Wahlbereich 2 als Direktkandidat an. Sollte er den Einzug in den Landtag schaffen, möchte er sich mit ganzer Kraft für die Menschen in der Region einsetzen. Foto: Markus Schulze

Klötze - Den Treffpunkt für das Gespräch mit der Volksstimme konnte sich Thomas Korell selbst aussuchen. Die Wahl fiel auf den Kraftraum in der Klötzer Zinnberghalle. Hier fühlt er sich wohl. Es ist fast wie sein zweites Zuhause. In Sachen Kraftdreikampf macht dem 37-Jährigen kaum jemand etwas vor. Auf nationaler und internationaler Ebene errang er zahlreiche Medaillen. Und nicht nur er: Die Klötzer Kraftsportler sind äußerst erfolgreich. Umso mehr ärgern Korell die beengten Verhältnisse, in denen die Muskelmänner trainieren müssen. Daher setzt er sich für den schon seit Jahren geplanten Anbau ein, erhob dazu vor kurzem im Klötzer Stadtrat die Stimme. Denn möglicherweise kann sich die Stadt Klötze nur einen Umbau leisten. Für Korell wäre das allenfalls eine Notlösung.

Der passionierte Kraftsportler und Kickboxer ist es gewohnt zu kämpfen. Deshalb kämpft er. Für den Anbau. Für Klötze. Für die Altmark. Und für einen Sitz im Landtag.

Es ist der zweite Anlauf von Korell. Schon 2016 bewarb er sich um ein Mandat in Magdeburg. Dieses Mal soll es klappen. Damals, so gibt er zu, war die Kandidatur ein spontaner Entschluss. Er wurde gefragt – und sagte zu. Nun ist es eine bewusste Entscheidung, auf die er sich vorbereiten konnte. Natürlich mit dem Wohlwollen der Familie: „Meine Frau und meine beiden Kinder spielen mit, Wenn dem nicht so wäre, würde ich es nicht machen“, betont Korell.

Die Familie hat für den Klötzer einen hohen Stellenwert, nicht nur die eigene. Ginge es nach ihm, wären Kita- und Hortbeiträge längst abgeschafft.

Anreize für Familien schaffen

Korell möchte junge Familien zum Bleiben oder Kommen bewegen. „Das geht nur, wenn man Anreize schafft“, sagt er und denkt an den Ausbau der Infrastruktur, den Abbau von Bürokratie, die Schaffung von Bau- und Arbeitsplätzen und das Bewahren von Freizeiteinrichtungen.

Um die Landflucht aufzuhalten, „muss das Land attraktiv sein“, ist Korell überzeugt. In diesem Zusammenhang spielen für ihn auch die Vereine eine wesentliche Rolle. Dass Kinder wegen der Corona-Pandemie keinen Sport treiben konnten, bereitet ihm Sorgen. „Ich weiß nicht, ob die wiederkommen.“

Ebenso sollte das Ehrenamt gestärkt werden, in dem Wünsche erfüllt werden. Sei es ein größerer Trainingsraum für Kraftsportler oder neue Duschen für Fußballer. „Es müssen vernünftige Bedingungen herrschen. Sonst macht es keinen Spaß und diejenigen, die sich immer um alles gekümmert haben, hören auf. Damit wäre keinem geholfen.“

Politisch sieht sich Korell, der 2015 in die AfD eintrat und mittlerweile stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes ist, noch immer als Novize, der im Klötzer Stadtrat und im Salzwedeler Kreistag aber wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Positive wie negative. „Manchmal hat man schon das Gefühl, dass Anträge abgelehnt werden, nur weil sie von uns, der AfD, kommen.“ Korell nimmt es sportlich. „Mal gewinnt man, mal verliert man.“ So ist der Sport. Und so ist die Politik.

Sollte ihm der Einzug ins Landesparlament gelingen, würde er sich, wie im Kreistag, gerne in den Bereichen Kultur und Sport einbringen, seinen Sitz im Klötzer Stadtrat aber behalten.

Für seine Partei hofft Korell bei der Landtagswahl mindestens auf ein Ergebnis wie 2016 (24,3 Prozent). „Um zu zeigen, dass wir keine Eintagsfliegen sind.“

Ansonsten freut er sich, wenn der Wahlkampf bald ein Ende hat. „Das ist wirklich anstrengend“, gesteht er und nennt als Beispiel das Anbringen der Wahlplakate. Darauf, so regt der AfD-Mann an, sollte künftig verzichtet werden. Keine Plakate mehr, stattdessen könnten sich die Parteien in Wahlzeitungen oder Mitteilungsblättern vorstellen. „Das spart Zeit, Geld, schont die Nerben und die Umwelt“, meint Korell.